Echolot & Kartenplotter kaufen für maximalen Angelerfolg
Ein Echolot zeigt dir, was unter deinem Boot passiert: Wassertiefe, Bodenstruktur, Kraut, Kanten — und die Fische dazwischen. Ein Kartenplotter legt die Position darüber, mit Wegpunkten, Routen und Seekarten. Die meisten Geräte fürs Angeln können heute beides in einem Gehäuse. Bei uns findest du sie von Lowrance, Garmin, Humminbird, Simrad und Raymarine — vom 4-Zoll-Einstieg fürs Belly-Boot bis zum vernetzten 16-Zoll-Gerät mit Live-Sonar. Welches zu deinem Boot und deiner Angelei passt, klären wir hier Schritt für Schritt. <weiterlesen>
Lowrance Echolote
Seit über 60 Jahren stellt Lowrance Echolote her und hat den Markt maßgeblich beeinflusst. Viele fortschrittliche Echolote, Technologien und Erfindungen gehen auf ihr Konto. Über die Jahrzehnte ist das Sortiment des Herstellers auch gewachsen. Mit dem mittlerweile breiten Spektrum an unterschiedlichen Echolotmodellen deckt Lowrance jegliche Angelbedürfnisse ab. Von klein bis groß ist für jeden das richtige Gerät dabei – sei es für sporadische Hobbyangler, ambitionierte Sportangler oder Profiangler. Schaue hier rein, um einen Einblick in die Welt der Lowrance Echolote zu erhalten.
Simrad Echolote
Simrad ist seit über 70 Jahren ein führender Anbieter von Navigations- und Fischereitechnologie und bietet eine breite Palette an Echoloten für Angler und Sportbootfahrer aller Erfahrungsstufen. Mit innovativer Technologie, zuverlässiger Leistung und benutzerfreundlichen Funktionen bieten Simrad-Echolote alles, was du brauchst, um punktgenau zu navigieren und Fische zu finden und zu fangen. Mit den drei Serien Cruise, GO und NSS evo3S bietet Simrad sowohl Geräte für Anfänger, fortgeschrittene Bootskapitäne und Angler sowie Premium-Echolote für den optimalen Komfort.
Humminbird Echolote
Humminbird Echolote bestechen seit ihrem ersten Marktauftritt damit, einzigartige und innovative Technologien für den Angler zu konzipieren und zu entwickeln. Netzwerkfähige HELIX und SOLIX Modelle bieten sich als All-in-One-Lösungen an Bord an, die die Nutzung moderner Gebertechnik wie MEGA 360 Imaging ermöglichen. Doch auch Standalone verschaffen Zugang zu den bewährten Funktionen wie CHIRP-Sonar, MEGA Down Imaging (DI), MEGA Side Imaging (SI) und vielem mehr. Hier findest du das passende Humminbird Echolot in der gewünschten Größe.
Garmin Echolote
Garmin ist ein US-amerikanischer Technologiekonzern, dessen Kernprodukt die Entwicklung und der Einsatz von GPS-Technologien für Autos, Luft- und Seefahrten ist. Dieses Know-how kommt natürlich jedem Bootsangler zugute, der sich für ein Garmin Echolot entscheidet. Je nach Modell sind sie mit verschiedenen Funktionen und auch unterschiedlichen Größen erhältlich. Angefangen beim kompakten Striker 4 erstreckt sich die Wahl bis zu den großen Modellen der Serien GPSMAP oder echoMAP. Hier wartet das ganze Sortiment von Garmin Echoloten auf dich.
Raymarine Echolote
Raymarine bringt über 80 Jahre Erfahrung mit. Das zeichnet sich mit der einfachen, intuitiven Bedienung der Raymarine Echolote aus, die zudem mit ihrem robusten Design und hoher Zuverlässigkeit überzeugen. Die ständige Suche nach neuen innovativen Lösungen sorgen dafür, dass du mehr Zeit dafür verbringst, Fische zu fangen, statt sie zu suchen. Mit Technologien wie HyperVision, CHIRP DownVision und RealVision 3D erhältst du scharfe Bilder von der Unterwasserwelt. Hier kannst du dir eine Auswahl an unterschiedlichen Raymarine Echoloten anschauen.
Inhaltsverzeichnis
Ein Echolot misst die Wassertiefe und zeigt dir, was zwischen Oberfläche und Gewässergrund liegt: Fische, Kraut, Steine, Kanten. Ein Kartenplotter legt die Position dazu – Wegpunkte, Routen und Seekarten auf demselben Bildschirm. Die allermeisten Geräte im Angelbereich können heute beides und heißen deshalb Kombigerät oder Multifunktionsdisplay. Bei uns findest du sie von Lowrance, Garmin, Humminbird, Simrad und Raymarine, vom 4-Zoll-Einstieg bis zum 16-Zoll-Gerät fürs Turnierboot.
Darum fängst du mehr Fische mit einem Echolot

Die Antwort liegt klar auf der Hand: Du lokalisierst und identifizierst Fische – ja teilweise sogar Fischarten. Beim professionellen Angeln auf Hecht, Karpfen und Wels ist das Echolot nicht mehr wegzudenken.
Echolote zeigen dir die Bodenstruktur und verraten, ob sich Fische in deinem Spot aufhalten. Vertikalangler:innen und Barschangler:innen nutzen diese Technik, um große Raubfische und Schwarmräuber zu beangeln.
Beim Vertikalangeln zeigen sich die Zielfische als Sicheln, die zum Köder hinaufsteigen. Hier rauscht bereits das Adrenalin durch die Adern, noch bevor der Hecht anbeißt.
Beim Schwarmangeln hältst du nach Fischschwärmen Ausschau, um darin den Barsch zu finden. Zeigt sich eine Sichel im Schwarm, bestimmst du die Tiefe für deinen Köder, damit er deinen Zielfisch anspricht.
Genauso wichtig ist, was das Gerät dir über den Angelplatz selbst verrät. Du siehst Hindernisse wie versunkene Bäume, Steinpackungen und Wracks, bevor du dort einen Köder verlierst. Du erkennst, wo der Bewuchs aufhört und die blanke Kante beginnt – genau dort stehen im Sommer die Räuber. Und die meisten Geber messen zusätzlich die Wassertemperatur, was dir im Frühjahr die flachen, schneller erwärmten Buchten verrät.
Um Fischsicheln und die Bodenhärte zu deuten, braucht es neben dem Echolot auch etwas Erfahrung, um die Sonarbilder richtig zu interpretieren. Denn wenn du nur nach Fischsicheln lauerst, entgeht dir eventuell ein Wels am Grund, der sich nicht als Sichel offenbart.
Das richtige Echolot wählen: Mit diesen 4 Kauf-Tipps geht’s!

Die Auswahl an Echoloten wächst seit Jahrzehnten. Damit wird es auch immer schwieriger, den Überblick über die Modelle zu bewahren.
Allerdings gewinnst du damit einen großen Vorteil: Du findest das perfekte Echolot für dich – und wir zeigen dir, dass das trotz der großen Auswahl total einfach ist.
Ganz gleich, ob Einstiegsmodell oder High-Tech-Echolot: Mit diesen 4 Kauf-Tipps findest du DAS Echolot, das individuell auf dich zugeschnitten ist.
1. Die richtige Displaygröße
Grundsätzlich gilt: Je größer der Bildschirm, desto besser die Darstellung. Das gilt für Fischsichel und Fischschwärme, aber auch für Seekarten.
Lässt du dir die Unterwasserwelt auf einem zu kleinen Display anzeigen, wirst du Bodenstrukturen von Fischen nicht mehr genau unterscheiden können. Darüber hinaus entgehen dir so die Räuber, die sich in Grundnähe aufhalten.
Bei der Navigation läufst du Gefahr, Kollisionsgefahren zu übersehen. Wenn das Echolot die Untiefen so klein darstellt, dass du es nicht siehst und ignorierst, kannst du auf Grund laufen. Das endet schlimmstenfalls in einem teuren Motorschaden.
Doch gleich das Echolot mit dem größten Display zu kaufen, ergibt ebenso wenig Sinn. Ein 16 Zoll großes Gerät wäre auf einem Belly-Boot überdimensioniert und würde Angler:innen jeglichen Raum nehmen. Darum sollte die Displaygröße so gewählt sein, dass sie auf deinem Boot entsprechend Platz findet.
Für ein Belly-Boot reicht ein 5 bis 7 Zoll großes Display aus, da das Echolot quasi direkt vor deinen Augen sitzt. Aufgrund der geringen Distanz siehst du auch auf kleineren Displays sehr gut, ob da ein Fisch unter dir lauert und wie der Boden beschaffen ist.
Auf einem Kajak hast du mehr Platz als auf einem Belly-Boot und damit mehr Möglichkeiten, das Echolot zu positionieren. Darum sind 7 bis 9 Zoll große Echolote zu empfehlen. 5-Zoll-Echolote kannst du aber auch verwenden. Sie eignen sich hervorragend als Einstiegsmodelle auf einem kleinen Boot.
Für größere Boote jeglicher Art (Schlauchboote oder Festrumpfboote) eignen sich die größeren Modelle. Damit fällt die Auswahl für dich viel größer aus. Denn ein größeres Boot bietet mehr Möglichkeiten. Schließlich kannst du das Echolot quasi an jeder Stelle anmontieren.
Mögliche Positionen auf einem Aluboot, Bass Boat (auch: Turnierboot) und weiteren größeren Booten sind:
- Steuerstand, Plicht / Cockpit
- Vordeck, etwa neben Bugmotor
- Hinterdeck, etwa nah am Geber
- Reling
- (Doll-)Bord
Die Position des Echolots bestimmt auch den Betrachtungsabstand. Je weiter es von dir entfernt liegt, desto größer muss für die Lesbarkeit der Bildschirm sein.
Wenn du am Bug stehend angelst und das Echolot vor deinen Füßen steht, benötigst du ein großes Display. Denn der Betrachtungsabstand beträgt dann weit über einen Meter, je nach deiner Körpergröße auch zwei Meter. Hier empfiehlt sich ein 12 bis 16 Zoll großes Echolot.
Wenn du sitzend angelst, fällt der Betrachtungsabstand anders aus. Hier hast du eine Auswahl von 7 bis 16 Zoll großen Geräten.
Der nötige Betrachtungsabstand hängt vom PPI ab. Beides erfährst du, wenn du in die Produktbeschreibungen der Echolote schaust.
Zwei Dinge, an die beim Bildschirm selten jemand denkt: Fährst du auf Salzwasser, achte auf die Schutzart des Gehäuses und spüle das Gerät nach dem Törn ab. Und wenn du mit polarisierter Angelbrille fährst, lohnt der Blick auf die Displaytechnik – moderne IPS-Bildschirme bleiben auch aus flachem Winkel und mit Brille ablesbar, ältere Panels werden dunkel.
2. Kartenplotter- und GPS-Funktionen
Hier wird es spannend. Denn der Kartenplotter ist entscheidend. Viele unterschätzen dieses Potential beim Angeln.
Vom reinen Fischfinder zum starken GPS-Echolot mit Kartenplotterfunktion
aufzeichnen und Wegpunkte speichern.
Die ersten Echolote waren reine Fischfinder ohne Kartenplotter- und GPS-Funktionen. Als One-Trick-Pony beschränkte sich seine Fähigkeit auf ein Kunststück: Sonarbilder zeichnen. Für das Angeln zeigen sie dir nahezu sämtliche relevante Informationen wie:
- Bodenhärte und -strukturen
- Tiefe
- Unterwasservegetation
- Wracks
- Fischbestände
- Raubfische
Anhand der Bodenhärte und Tiefe ermitteln erfahrene Angler:innen, wo sich ihre Zielfische aufhalten und sie bevorzugt jagen. Unterwasservegetationen, Wracks und andere Strukturen dienen Beutefischen als Versteck und Unterkunft.
Allerdings fehlt reinen Fischfindern die Funktion, Tiefenlinien anzuzeigen. Moderne Kartenplotter sind hier klar im Vorteil. Ein wichtiges und sehr gutes Feature beim Angeln an der Kante. Denn sie zeigen dir auf einer Tiefenkarte an, wo du abfallende Kanten findest.
Um mit Tiefenkarten zu angeln, benötigst du einen Fischfinder mit GPS-Funktionen. Einige Modelle verfügen weder über Wi-Fi noch über einen Kartenschacht, sodass du dein Fanggebiet zuerst selbst kartieren musst. Aber keine Sorge. Die GPS-Fischfinder in unserem Online-Shop zeigen dir die Tiefenlinien in Echtzeit an.
Mit Wi-Fi oder einem Kartenschacht kannst du allerdings vorgefertigte Tiefenkarten auf das Echolot laden und deinen Angeltrip planen. Check direkt potenzielle Hotspots ab, ohne die Bereiche im Vorfeld selbst zu kartieren.
Die Grundfunktion der GPS-Fischfinder ist die Positionsbestimmung und Routenanzeige. Sie erlauben es dir, Fanggebiete gezielt anzusteuern. Darüber hinaus kannst du mit ihnen die Distanz zwischen Wegpunkten präzise bestimmen.
Echolot + Kartenplotter = Multifunktionsdisplay / Kombigerät
Es gibt aber auch Echolote, die sämtliche Funktionen eines vollwertigen Kartenplotters beinhalten. Welchen Nutzen du damit beim Angeln hast? Diese GPS-Fischfinder lesen Seekarten aus.
Sie enthalten nautische Daten, die du für deinen Angeltrip verwerten kannst. Du kannst Gewässerstrukturen mit Reliefschattierungen besser beurteilen. Des Weiteren kannst du die Gezeiten und Strömungen in deinen nächsten Angeltörn einplanen. Denn du kannst nun voraussehen, wann die Ebbe zur Flut übergeht und wo die Strömung stark fließt.
Außerdem zeigt die Seekarte eine relevante Information an: Schutzgebiete und Angelverbotszonen. Das hilft dir, diese Zonen bei der Angeltour zu vermeiden. Das erspart dir Strafen und den Entzug deiner Angelpapiere.
Bei High-End-Modellen kannst du die Seekarte sogar mit dem Radarbild überlagern, um Möwen auszumachen und somit Hotspots zu entdecken.
Nicht zu vergessen ist natürlich, dass die Seekarte dir auch bei der Navigation hilft. Sie zeigt Fahrwasser, Hafenanlagen und Vektorkartendetails auf dem Echolot an.
Diese Echolote heißen alternativ auch Multifunktionsdisplays, weil sie den Fischfinder und den Kartenplotter in einem Gerät vereinen. Im Angelbereich ist das inzwischen der Normalfall – einen reinen Plotter ohne Sonar findest du fast nur noch auf Sport- und Segelbooten, wo es rein um Navigation geht.
Hier siehst du die wichtigsten Funktionen und Vorteile von Kartenplottern in der Übersicht:
- Du kannst bekannte Angelstellen gezielt anfahren.
- Fängige Bereiche lassen sich auf der Karte markieren, um im Lauf der Zeit einen guten Überblick zu den Fangbereichen eines Gewässers zu erhalten.
- Exakte Geschwindigkeitsmessungen sind durch GPS möglich. Besonders beim Schleppangeln bedeutet das zusätzliche Vorteile.
- Durch aufgezeichnete Tracks beim Schleppangeln verhinderst du, ein weiteres Mal in einem Bereich zu fischen, der wenig Erfolg verspricht.
- Multifunktionsdisplays erlauben es, Echolotaufnahmen und Kartenposition im Split-Screen gleichzeitig anzuzeigen.
- Es besteht sogar die Möglichkeit, auf Grundlage aufgezeichneter Sonardaten eigenes Kartenmaterial zu erstellen.
- Kartenplotter tragen in viel befahrenen Gewässern, bei Nacht und plötzlich aufziehendem Nebel zur Sicherheit bei.
- Funktionsstarke Echolote ermöglichen es, auf Grundlage der Sonardaten individualisierte Tiefenkarten zu erstellen.
In Verbindung mit elektronischen Navionics-Seekarten eröffnen GPS-Echolote großartige Navigationsmöglichkeiten auf dem Wasser.
Das Navionics-Kartenmaterial ist auf dem aktuellsten Stand. Du findest Kartenmaterial zu allen wichtigen europäischen Flüssen, Seen und Meeren. Zudem beinhalten die Softwarepakete unterschiedliche Kartenmodi. Welche Karte auf dein Gerät passt, hängt vom Hersteller ab: Lowrance, Simrad und Raymarine arbeiten mit C-MAP und Navionics, Garmin zusätzlich mit BlueChart und Navionics, Humminbird mit eigenen Karten und Navionics.
3. Passenden Geber auswählen
Das Echolot ist nur die halbe Miete. Wenn du Fische finden willst, benötigst du einen Geber. Darüber sendet das Echolot Schallwellen ins Wasser und empfängt reflektierte Impulse.
die Region ab und entdeckt die Fische – oder auch nicht.
Auf diese Weise erfasst es die Tiefe der Gewässer, aber auch die Entfernung zu Fischen und Objekten. Die empfangenen Schallwellen sind akustische Informationen, die das Echolot in visuelle umwandelt – also in Sonarbilder.
Die Reichweite und den Detailgrad steuerst du über die Frequenz, also über den Geber. Denn er stellt die unterschiedlichen Frequenzen auf deinem Echolot zur Auswahl bereit. Welchen Geber du benötigst, hängt von deiner Angelsituation ab.
Niedrige Frequenzen (50 oder 83 kHz) haben einen weiten Öffnungswinkel, wodurch sie einen großen Bereich erfassen. Zudem erreichen die Schallwellen größere Tiefen. Das geht allerdings zulasten der Auflösung.
Bei hohen Frequenzen (ab 200 kHz) ist der Sendekegel dagegen enger, die Auflösung dafür höher. Sie eignen sich unter anderem, um Fische exakt zu lokalisieren. Dafür erreichen die Schallwellen wegen ihrer geringen Energie nicht die tiefen Wasserbereiche. Denn je höher die Frequenz, desto stärker dämpft das Wasser die Impulse.
Neben der Frequenz entscheidet die Sendeleistung darüber, wie tief du kommst. Sie steht in den Datenblättern in Watt RMS – je mehr Leistung, desto eher erreicht der Impuls auch bei 50 oder 100 Metern noch den Gewässergrund und wieder zurück. Für heimische Seen und Flüsse spielt das kaum eine Rolle, für die Ostsee oder norwegische Fjorde schon.
Mittlerweile bringen sie eine Reihe moderner Technologien mit, die die Genauigkeit an Sonarbildern um ein Vielfaches erhöhen.
Mit jedem Geber stehen diverse Sonartechnologien zur Auswahl bereit
Es existieren verschiedene Sonartechnologien auf dem Markt, die die Schallwellen und Frequenzen unterschiedlich einsetzen:
- Single-Beam-Sonar: sendet Schallwellen auf 1 Frequenz
- Multi-Beam-Sonar: sendet Schallwellen auf 2 Frequenzen oder mehr
- CHIRP: Echolot sendet Schallwellen auf verschiedenen Frequenzen
- Hochfrequenz-Sonar: sendet Schallwellen bei sehr hohen Frequenzen aus, beispielsweise 455 kHz, 800 kHz oder 1,2 MHz.
- Abwärtsscan: Das Echolot sendet die Impulse nach unten. Damit siehst du Fische und Strukturen unterhalb des Bootes. Hersteller nutzen markenrechtlich geschützte Begriffe wie DownScan, Down Imaging, ClearVü, DownVision.
- Seitenscan: Das Echolot sendet die Impulse nach links und rechts. Damit siehst du Fische und Strukturen auf beiden Seiten des Bootes. Hersteller nutzen markenrechtlich geschützte Begriffe wie SideScan, Side Imaging, SideVü, SideVision.
- Live-Sonar: Echolot liefert Sonarbilder in Echtzeit mit Videocharakter.
Abstrahlwinkel. Damit fällt die Kegelfläche unterschiedlich
aber auch unterschiedlich groß aus.
Aktuelle Geber unterstützen mehrere dieser aufgelisteten Sonartechnologien.
Dank moderner Sonarverfahren zeigen Echolote auch die Topografie der durchfahrenen Gewässer. So können die Geräte beispielsweise Bodenstruktur, Felsformationen und Unterwasservegetation darstellen. Mit diesen Informationen kannst du das Boot zielgenau über bewachsenen oder pflanzenfreien Bereichen aufstoppen.
Auch in Sprungschichten bleibt das Sonarbild eindeutig interpretierbar. Schwebstoffe und Plankton, die in diesem Bereich verstärkt auftreten, sind von den Fischsicheln klar unterscheidbar. Die Funktionsfähigkeit der Fischfinder bleibt auch bei hoher Geschwindigkeit erhalten.
Der Klassiker: Single-Beam-Sonar
Das Single-Beam-Sonar ist der klassische Fischfinder. In heimischen oder seichten Gewässern bist du damit sehr gut bedient. Wenn du mit einfachem, effizientem Equipment angeln willst, dann bist du mit einem Einfrequenzecholot mit 200 kHz gut gerüstet.
Das Beste vom Besten mit Multi-Beam-Sonar
Mit dem Multi-Beam-Sonar durchkämmst du dein Fanggebiet mit mehreren Sendekegeln. Indem es unterschiedlich hohe Frequenzen aussendet, suchst du ein weites Gebiet ab und erhältst präzise Sonarbilder. Dabei überlagert das Echolot die Bilder der jeweiligen Sonarkegel.
CHIRP: Der Gamechanger im 2D-Sonar
Das CHIRP-Sonar stellte klassische Fischfinder auf den Kopf, als es den Markt betrat. Denn statt einer Schallwelle aus einer festen Frequenz sendet es mehrere Schallwellen aus einem Frequenzbereich aus. Das sind dann unterschiedliche Frequenzen bei nur einem Impuls in einem Sendekegel.
Daraus resultiert ein deutlich detailreicheres Sonarbild mit einer verbesserten Zieltrennung. Du identifizierst fortan grundnahe Fische und siehst Fischschwärme als eine Ansammlung von kleinen Fischsicheln statt einer Fischwolke.
Dieses Video von Garmin erklärt leicht und ausführlich, wie CHIRP funktioniert und sich vom traditionellen Sonar abhebt
Fotorealistische Echolotbilder mit dem Hochfrequenz-Sonar
Das Hochfrequenz-Sonar löst die Echolotbilder fotoähnlich bis fotorealistisch auf. Damit unterscheidest du Fische, Strukturen und Treibgut klar voneinander. Außerdem vermitteln diese Bilder eine Räumlichkeit, weil die erfassten Objekte einen Schatten werfen und eine Tiefe vermitteln – die Bilder sind also dreidimensional (3D).
Diese sehr hohen Frequenzen erfassen jedoch einen ziemlich kleinen Bereich und haben eine sehr geringe Tiefenreichweite, sodass sie nur seichte Gewässer im Alleingang abscannen können.
Doch im Splitscreen liegt dir ein mächtiges Werkzeug in der Hand. Du kannst mit der Kombination Fische von Treibgut unterscheiden, wenn dir das traditionelle 2D-Sonar eine dicke Sichel zeigt.
Hochfrequenz-Echolote sind mittlerweile in der Einstiegsklasse erhältlich. Mittelklasse-Modelle bieten jedoch neuere Technik, die eine höhere Reichweite erzielen und Megahertzfrequenzen für noch schärfere fotorealistische Sonarbilder nutzen.
Down Sonar (Abwärtsscan) und Side Sonar (Seitenscan)
Bisher kannten Echolote nur eine Richtung für ihre Impulse: nach unten. Das 2D-Sonar zeigt dir damit nur, was unter deinem Boot liegt und schwimmt.
Das Hochfrequenz-Sonar erweitert die Perspektive der Angler:innen. Die Draufsicht behältst du weiterhin. Doch der Seitenscan ergänzt sie um eine weitere Ansicht. Er scannt das Gewässer nach links und rechts ab, sodass du auch siehst, was sich auf beiden Seiten deines Bootes befindet.
Du kannst dir vermutlich ausmalen, was für einen großen Raum du unter Wasser absuchst, wenn du beide Sonarscans kombinierst. Du erreichst eine Abdeckung von 180 Grad und eine Grundabdeckung bis zu 244 Meter.
Der Unterschied liegt im Winkel: Das Down Sonar strahlt seinen schmalen Fächer senkrecht nach unten, das SideScan legt ihn flach zur Seite und tastet so die Bereiche seitlich deines Bootes ab. Dadurch entstehen die typischen Schattenwürfe, an denen du Hindernisse und Kanten erkennst.
Echolothersteller verwenden für diese Sonartechnologien ihre eigenen, markenrechtlich geschützten Bezeichnungen:
- Garmin spricht von ClearVü (abwärts) und SideVü (seitlich).
- Lowrance spricht von DownScan und SideScan.
- Humminbird spricht von Down Imaging und Side Imaging.
- Raymarine spricht von DownVision und SideVision.
Adrenalingeladene Action mit dem Live-Sonar
Live-Geber sind ein Meilenstein in der Sonartechnologie. Denn Echolotbilder sind keine Momentaufnahmen mehr. Stattdessen zeigen dir die Geräte extrem detaillierte Echtzeitbilder.
Was spielt sich unter Wasser ab? Schlummert da ein Räuber oder lauert er? Spricht ihn dein Köder an? Bei solch klaren Sonarbildern entfällt die Interpretationsarbeit.
Diese innovative Sonartechnologie bleibt oberen Mittelklasse-Modellen vorbehalten. Sie wenden viele Ressourcen auf, weswegen die Echolote starke Prozessoren benötigen. Des Weiteren fordert das Live-Sonar eine Kompatibilität mit Ethernet-Netzwerk, weil es hohe Datenmengen zum Echolot überträgt.
Wichtige Echolotfunktionen im Überblick
- Das 2D-Sonar ist Standard. Es visualisiert Fische als Sicheln auf dem Echolot. Das Single-Beam-Sonar ist der Klassiker. Mehr Trennschärfe erhältst du mit Multi-Beam-Sonar und CHIRP.
- Hochfrequenz-Sonar erlaubt eine fotorealistische Darstellung von Fischen, Strukturen und anderen Objekten im Wasser, aber auch neue Perspektiven.
- Down Sonar erkennt Fische direkt unter dem Boot.
- Side Sonar erfasst den äußeren Bereich.
- Rauschreduzierung bereinigt das Bild von Störeinflüssen für eine möglichst genaue Darstellung auf dem Gerät.
4. Beratung bei weiteren Fragen
Wenn dir die Entscheidung schwerfällt, ist das völlig normal. Manche Situationen erlauben einfach mehrere Auswahlmöglichkeiten. Das hängt beispielsweise vom Boot, der Angeltechnik, den eigenen Ambitionen und dem Fanggebiet ab.
An dieser Stelle klären wir gerne alle deine Fragen. Wir wollen, dass du deine Passion auslebst oder das bevorstehende Turnier gewinnst, und wir brennen fürs Bootsangeln.
Darum ist unsere Beratung ehrlich, kompetent, praxisorientiert, kundenzentriert.
Du kannst uns über mehrere Wege kontaktieren:
- Du nutzt unser Kontakformular.
- Du rufst uns unter der 0208 / 941 037 51 an.
- Du besuchst uns vor Ort in Oberhausen.
Du kannst dir unsere Echolote und Kartenplotter auch vor Ort anschauen. Überzeuge dich selbst von der Nutzfreundlichkeit, Leistung und Qualität unserer Geräte.
Echolote für Einsteiger:innen, Fortgeschrittene und Profis
Bei myBait steht dir eine große Bandbreite an Echoloten zur Verfügung. Die Funktionen der Geräte sind auf unterschiedliche Anforderungen und Einsatzbereiche abgestimmt.
Einsteiger:innen können Fische mit Hilfsfeatures wie „Fish I.D.“ von Lowrance einfach identifizieren.
Mit Overlay-Funktionen überblenden erfahrene Angler:innen verschiedene Darstellungsmodi für ein umfassendes Unterwasserbild. Wer durchfahrene Bereiche im Nachhinein analysieren will, kann dazu die integrierte Trackback-Funktion nutzen. Damit lässt sich zum Beispiel nachvollziehen, in welcher Tiefe ein Fisch angebissen hat.
Dank drahtloser Schnittstellen wie Bluetooth und WLAN kannst du auf dein Echolot Software-Updates und zusätzliches Kartenmaterial problemlos laden. Außerdem kannst du externe Karten und Navigationsdaten mit microSD-Karten nutzen.
So funktioniert ein Echolot
dem ersten Treffer. So entstehen
auch tote Winkel in
tieferen Gebieten.
Das Echolot (bzw. der Geber eines Kartenplotters) sendet über einen Geber Schallwellenimpulse vertikal aus. Wenn die Schallwellen auf Grund und unterwegs auf Objekte treffen, werden sie zurück an die Oberfläche reflektiert. Der Geber empfängt die reflektierten akustischen Signale und gibt sie dann visuell auf dem Display wieder.
Diese Tiefenmessung ist die Grundfunktion jedes Geräts: Aus der Laufzeit des Impulses errechnet das Echolot die Wassertiefe unter dem Geber und schreibt sie als Zahl aufs Display. Alles Weitere – Fische, Kraut, Kanten – sind Echos, die auf dem Weg dorthin entstehen.
Folgende Objekte kann das Echolot unter Wasser orten:
- Fische
- Vegetation
- Wracks
- Treibgut
- andere Gegenstände
Allerdings existieren auch tote Winkel beim Sonarscan. Grund dafür ist, dass die Kreisbögen einer Schallwelle reflektieren, sobald ihre Flächen einen Gegenstand oder Fisch treffen. Wenn die restliche Fläche eines Bogens andere Fische oder Gegenstände nicht erfasst, zeigt das Echolot sie auch nicht an.
Um diese toten Winkel zu erfassen, muss das Boot in Bewegung bleiben, damit der Geber seine Position ändert und die Schallwellen die tieferen Gebiete erreichen.
Die Entfernung der georteten Fische und Objekte sowie die Grundtiefe ermittelt das Echolot über die zurückgelegte Zeit der Schallwellen. Der Schall ist im Salzwasser 1480 m/s, im Süßwasser 1450 m/s schnell. Braucht eine Schallwelle also eine Sekunde bis zu ihrer Rückkehr, liegt der Grund 740 m bzw. 725 m tief.
Bei Fischen erzeugt die Luft in der Schwimmblase das Echo, das zur Fischsichel auf dem Display führt. Da der restliche Fischkörper dem ihm umgebenden Wasser zu sehr ähnelt, detektiert ihn das Echolot nicht.
Die Fischsichel entsteht dadurch, dass das Echolot die Schallwellen kegelförmig ausstrahlt. Somit treffen sie in unterschiedlicher Distanz auf den Fisch. Die äußeren Wellen eines Kegels legen einen längeren Weg zurück und messen den Fisch daher tiefer. Dagegen legen die inneren Wellen im Zentrum des Kegels eine kürzere Strecke bis zum Fisch zurück, weswegen sie ihn flacher messen. Das Ergebnis: eine Sichel auf dem Display.
Eine längere Fischsichel zeigt also keinen großen Fisch auf dem Display. Stattdessen kann sie dir folgende Information verraten:
- Du fährst mit deinem Boot zu schnell.
- Der Fisch ist vermutlich außerhalb des Kegels und bewegt sich nicht.
Da ein Echolot vertikal ortet, musst du auch vertikal denken. Es sendet die Schallwellen senkrecht nach unten und empfängt diese, wenn sie nach der Reflexion wieder senkrecht hinaufsteigen. Wenn du anhand der Sichel also einen großen Fisch identifizieren willst, dann achte auf die Liniendicke.
Wie aus der Eisberg-Ortung von 1912 das heutige Angelecholot wurde, erzählen wir ausführlich im Magazin: Echolote und Fischfinder für Angler – wie alles begann.
Häufig gestellte Fragen zu Echoloten und Kartenplottern
Echolot oder Fischfinder – wo ist der Unterschied?
Praktisch keiner. Beide Wörter meinen dasselbe Gerät: Es sendet Schallwellen aus und macht daraus ein Bild vom Gewässergrund. „Echolot“ ist der ältere, technische Begriff aus der Schifffahrt und beschreibt zunächst die reine Tiefenmessung, „Fischfinder“ kommt aus dem Angelbereich und betont die Fischortung. Im Handel werden die Begriffe synonym verwendet. Unterscheiden solltest du dagegen zwischen einem reinen Sonargerät ohne GPS und einem Kombigerät mit Kartenplotterfunktion.
Was ist Sonar – und wie hängt es mit Echolot und Geber zusammen?
Sonar ist das Verfahren: Schallwellen aussenden, das Echo auswerten, daraus ein Bild bauen. Das Echolot ist das Gerät mit Bildschirm und Rechenleistung, der Geber ist der Teil im Wasser, der die Schallwellen tatsächlich aussendet und empfängt. Deshalb entscheidet der Geber darüber, welche Sonartechnologien dir zur Verfügung stehen: Ein Gerät kann noch so gut sein – ohne passenden Geber gibt es kein SideScan und kein Live-Sonar.
DownScan, Down Imaging, ClearVü – was heißt was bei welchem Hersteller?
Die Technik ist bei allen ähnlich, nur die Namen sind geschützt. Abwärtsscan heißt bei Lowrance DownScan, bei Humminbird Down Imaging, bei Garmin ClearVü und bei Raymarine DownVision. Der Seitenscan heißt bei Lowrance SideScan, bei Humminbird Side Imaging, bei Garmin SideVü und bei Raymarine SideVision. Wenn du also Geräte verschiedener Marken vergleichst, achte auf die Funktion und nicht auf den Markennamen.
Worauf sollte ich beim Kauf für mein Boot achten?
Auf vier Dinge: Displaygröße passend zu Boot und Betrachtungsabstand, Geber passend zu deiner Angelei, GPS- und Kartenfunktionen passend zu deinem Gewässer, und ob das Gerät später erweiterbar sein soll. Auf einem Belly-Boot reichen 5 bis 7 Zoll, auf einem Bass Boat mit Stehplatz am Bug solltest du bei 12 Zoll anfangen. Wer nur im Vertikalangeln unterwegs ist, braucht kein SideScan – wer Kanten und Hindernisse absuchen will, schon.
Was kostet ein Echolot zum Angeln?
Die Spanne ist groß. Einstiegsgeräte mit 4 bis 5 Zoll und einfachem 2D-Sonar liegen im unteren dreistelligen Bereich, Kombigeräte der Mittelklasse mit 7 bis 9 Zoll, CHIRP, DownScan und Kartenplotter im mittleren bis oberen dreistelligen Bereich. Nach oben hin folgen Geräte mit großem Display, Netzwerkfähigkeit und Live-Sonar im vierstelligen Bereich. Rechne den Geber immer mit ein: Er ist bei vielen Sets enthalten, bei Live-Sonar aber ein eigener, deutlicher Kostenblock.
Welche Seekarten passen auf mein Gerät?
Das hängt vom Hersteller ab. Lowrance, Simrad und Raymarine arbeiten mit C-MAP und Navionics, Garmin mit BlueChart und Navionics, Humminbird mit eigenem Kartenmaterial und Navionics. Die Karte kommt entweder auf microSD-Karte oder wird über WLAN geladen. Vor dem Kauf lohnt der Blick ins Datenblatt: Nicht jedes Einstiegsgerät hat überhaupt einen Kartenschacht – manche erstellen nur eigene Tiefenkarten in Echtzeit.
Kann ich ein Echolot im Süß- und Salzwasser verwenden?
Ja, die gängigen Geräte und Geber sind für beides freigegeben. Zwei Dinge solltest du beachten: Spüle Geber und Gehäuse nach dem Salzwassereinsatz mit Süßwasser ab, sonst setzt sich Salz in Steckern und Halterung fest. Und stell die Schallgeschwindigkeit beziehungsweise das Gewässer im Menü passend ein – Schall läuft im Salzwasser mit rund 1480 m/s etwas schneller als im Süßwasser mit rund 1450 m/s, was sonst die Tiefenmessung leicht verfälscht.