Lenzpumpe – unverzichtbare Technik im Boot mit 12V oder 24V!

Lenzpumpen erfüllen eine sehr wichtige Aufgabe in jedem Boot. Pumpen befördern unerwünschtes Wasser aus dem Bootsinneren nach außen. Unter dem aus dem Niederländischen stammenden Begriff Lenzen versteht man das Abpumpen von Wasser. <weiterlesen...>

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Was ist der Unterschied zwischen Lenzpumpen, Bilgepumpen und Tauchpumpen?

Neben Lenzpumpen spricht man auch von Bilgepumpen oder Tauchpumpen . Die Lenzpumpe ist der Oberbegriff.
Bilgepumpen werden nach ihrem Einsatzort benannt. Da sich im Boot das Wasser in der dafür vorgesehenen Bilge sammelt, werden Lenzpumpen in der Regel direkt in der Bilge betrieben und typischerweise auch Bilgepumpen genannt. 

Die Bilgepumpe pumpt das Wasser ab, das in die Bilge hineinströmt und sich dort ansammelt. Dabei wird es  durch einen Druckschlauch befördert und tritt über einen Borddurchlass aus dem Boot aus.

Tauchpumpen werden nach ihrer Art der Verwendung benannt. Wenn z.B. Kellerräume überflutet sein sollten und die Lenzpumpe an einer beliebigen Stelle ins Wasser getaucht wird, dann spricht man von Tauchpumpen. Die Tauchpumpe wird dabei in der Regel nicht fest installiert.
Bilgepumpen und Tauchpumpen sind also auch Lenzpumpen, die nur je nach Situation eine spezifischere Bezeichnung erhalten.

Schalter und Automatikschalter für Lenzpumpen

Lenz- oder Bilgepumpen werden nur im Bedarfsfall benötigt. Ergo ist es notwendig, die Bilgepumpe schalten zu können. Schwimmerschalter sind z.B. eine Möglichkeit, die Lenzpumpe zu schalten. Der Automatikschalter erkennt Wasser und schaltet die Bilgepumpe nach Bedarf ein und auch wieder aus. Bei den Automatikschaltern unterscheidet man zwischen manuellen Schwimmerschaltern und elektronischen Schaltern.

Fragen und Antworten zu Bilgepumpen & Lenzpumpen

Wozu braucht ein Boot eine Lenzpumpe?  

Eine Lenzpumpe sorgt für ein erhebliches Maß an Sicherheit an Bord, da immer Wasser ins Boot eindringen kann – sei es durch Regen, einen Borddurchlass oder ein undichtes Ventil am Rumpf. Sollte Wasser ins Boot eindringen, wird es durch die Pumpe aus dem Boot befördert. Wenn das Wasser automatisch abgepumpt werden soll, muss die Bilgepumpe geschaltet werden. Schwimmerschalter oder Kontaktschalter schalten die Pumpe automatisch ein und aus, da sie die Höhe des Wasserstands in der Bilge erkennen.

Wo liegt der Unterschied zwischen einer elektrischen und einer manuellen Lenzpumpe?  

Es gibt sowohl elektrische als auch manuelle Lenzpumpen. Elektrische Lenzpumpen im Schiff werden mit entweder 12 Volt oder 24 Volt Gleichstrom (DC) betrieben. Falls eine Bordstromversorgung vorhanden ist, wird die Lenzpumpe darüber versorgt. Für kleinere Boote oder spezielle Anforderungen gibt es auch batteriebetriebene Lenzpumpen. Auf Booten ohne Bordstrom , wie z.B. bei einem Kajak, kommen manuelle Lenzpumpen zum Einsatz.

Ist eine Handlenzpumpe oder elektrische Bilgepumpe besser?  

Die Antwort zu dieser Frage hängt ganz davon ab, für welches Boot eine Lenzpumpe gesucht wird. Bei kleinen Booten ohne Bordstrom (z.B. ein Kajak) reicht eine nicht elektrische Bilgepumpe wie die Handlenzpumpe von Attwood aus. Für größere Boote mit einer Stromversorgung empfiehlt sich eine elektrische Bilgepumpe. Diese sind mit höheren Förderleistungen als manuelle Pumpen verfügbar und können zudem manuell sowie automatisch betrieben werden.

Kann eine Bilgepumpe automatisch starten?  

Jede Bilgepumpe, die über einen Automatikschalter verfügt, kann automatisch betrieben werden. Auch manuelle Lenzpumpen können das Bilgewasser automatisch abpumpen, wenn sie mit einem Schwimmerschalter oder Kontaktschalter nachgerüstet werden.

Beim automatischen Betrieb einer Pumpe empfiehlt es sich, einen 3-Wege-Schaltpanel in der Steuerkonsole anzubringen, damit die Bilgepumpen wahlweise automatisch oder manuell betrieben werden können.

Verbraucht eine Lenzpumpe im automatischen Betrieb permanent Strom?  

Nein, da die Automatikschalter keinen Strom verbrauchen und den elektrischen Stromkreis ab einer gewissen Wasserhöhe in der Bilge schließen. Wurde genügend Wasser abgepumpt, wird der Stromkreis unterbrochen, sodass kein Strom mehr bezogen wird.

Wann schaltet sich die Lenzpumpe im automatischen Betrieb ein und aus?  

Sowohl Schwimmschalter als auch Kontaktschalter verfügen über zwei Schwellen, die den Betrieb der Lenzpumpe jeweils aktivieren bzw. deaktivieren. Die Automatikschalter von Attwood aktivieren den Pumpzyklus, wenn der Wasserpegel in der Bilge auf 5 cm gestiegen ist, und schalten die Bilgepumpe wieder aus, wenn der Pegel bei unter 2 cm liegt.

Wie stark muss die Bilgepumpe sein?  

Diese Frage kann nicht eindeutig beantwortet werden, da sie von zwei wichtigen Faktoren abhängig ist: der Förderhöhe der Bilgepumpe und dem Sicherheitsbedürfnis der Person(en) auf dem Boot.

Eine Mindestanforderung sollte jedoch sein, dass eine Lenzpumpe mehr Wasser befördern sollte, als durch ein Lenzloch ins Boot eintreten kann. Denn häufig ist nicht ein Leck der Grund für das eintretende Wasser, sondern der vergessene Lenzstopfen .

Wie viel Wasser durch das Lenzloch eines Boots eindringen kann, hängt davon ab, wie tief es unter dem Wasserspiegel liegt und welchen Durchmesser es hat. Beispielsweise tritt bei einem Lenzloch, das ein Zoll (entspricht 25,4 mm) groß ist und sich 20 cm tief unter dem Wasser liegt, ca. 60,8 Liter Wasser pro Minute in ein stehendes Boot ein. Nimmt die Tiefe zu, steigt die Geschwindigkeit des Wassereintritts aufgrund des zunehmenden Wasserdrucks.

Eine Bilgepumpe sollte in diesem Fall also mindestens 60,8 Liter pro Minute abpumpen können. Viele Hersteller geben die Förderleistung ihrer Pumpen jedoch in Gallonen pro Stunde (kurz: GPH) an. Im Falle des oben genannten Beispiels sollte die Lenzpumpe mindestens 3648 Liter pro Stunde abpumpen können, also ca. 964 GPH.

Die angegebene Förderleistung  einer Pumpe nimmt allerdings bei zunehmender Förderhöhe und längerem Batteriebetrieb ab, da die Herstellerangaben bei 13,6 Volt und null Meter Förderhöhe zutreffen – also bei vollgeladenen Bleibatterien und waagerechter Wasserbeförderung. Des Weiteren befindet sich die Bilgepumpe nicht oberhalb der Wasserlinie und dazu noch nicht auf derselben Höhe wie der Borddurchlass für den Wasserauslass, weshalb die Förderleistung nach Herstellerangaben nicht erreicht werden kann.

Die wirkliche Leistung der Lenzpumpe hängt damit von der Förderhöhe und der Batteriespannung ab . Schlussfolgernd heißt das, dass die Lenzpumpe im Falle des obigen Beispiels auch dann mindestens 964 GPH leisten muss, wenn sie das Wasser senkrecht befördert und die Batteriespannung während des Betriebs fällt.

Exemplarisch können das zwei Bilgepumpen-Modelle veranschaulichen: die Johnson Pump L 750 und die Attwood HD2000.

Die Lenzpumpe von Johnson Pump leistet nach Herstellerangaben bis zu 1150 GPH; steigt die Förderhöhe auf knapp über ein Meter und fällt die Batteriespannung auf 12 Volt, pumpt sie dagegen nur noch 804 GPH ab. Somit pumpt sie zu Beginn des Betriebs mehr Wasser ab, als ins Boot eindringt. Wird die Situation dagegen kritisch, fließt weiterhin ca. 10,1 Liter pro Minute durch das Lenzloch hinein.

Im Gegensatz zur Johnson Pump schafft es die HD2000, eine Hochleistungspumpe von Attwood, selbst bei knapp über zwei Meter Förderhöhe und 12 Volt Batteriespannung die Mindestmenge mit 1200 GPH abzupumpen.

Wie viele Bilgepumpen sind notwendig?  

Das hängt von sicherheitsrelevanten und subjektiven Faktoren ab. Erstere beziehen sich auf die Stromversorgung, die Bilgegröße und die Förderleistung der Lenzpumpen, letztere auf das Sicherheitsbedürfnis des Steuermanns bzw. der Steuerfrau.

Um die Sicherheit im Boot zu gewährleisten, sollte eine Bilgepumpe mindestens die Wassermenge abpumpen, die durch das Lenzloch eintreten kann. Wenn eine Heavy-Duty-Pumpe gebraucht wird, die allerdings keinen Platz in der Bilge findet, müssen mehrere kleinere Pumpen montiert werden, sodass die nötige Förderleistung sichergestellt ist. Wenn die gewählte Anzahl an Bilgepumpen die Batterie zu sehr belasten, sollte für einen zuverlässigen Betrieb der elektronischen Geräte an Bord eine zusätzliche Stromquelle wie etwa durch eine zweite Batterie für die Pumpen eingerichtet werden.

Wenn dem Steuermann bzw. der Steuerfrau die Absicherung vor eintretendem Wasser durch das Lenzloch nicht ausreicht und er bzw. sie sich vor einem größeren Leck schützen möchte, müssen zusätzliche und/oder stärkere Bilgepumpen installiert werden.

Was ist eine Heavy-Duty-Pumpe?  

Bilgepumpen mit einer hohen Förderleistung von über 1500 GPH werden als Heavy-Duty-Pumpen bezeichnet. Solche Lenzpumpen sind unter anderem die HD1700 und HD2000 des Herstellers Attwood.

Wie kann verhindert werden, dass Bilgepumpen verstopfen oder ausfallen?  

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Auch wenn die Lenzpumpe in der Bilge von hoher Qualität zeugt, muss sie für den zuverlässigen Betrieb geprüft und unter Umständen gereinigt werden. Manchmal sammeln sich grobe Verschmutzungen in der Bilge an, die beim Pumpzyklus angesaugt werden und die Saugrillen der Pumpe blockieren.

Beim Automatikbetrieb der Bilgepumpe muss zusätzlich der Schwimmerschalter vor Störungen geschützt werden. Attwood bietet einen Schwimmerschalter mit Deckel an, sodass sich nicht darunter ansammeln oder darauf liegen kann. Ein Garant für den zuverlässigen automatischen Betrieb sind jedoch Kontaktschalter, die im Gegensatz zu den Schwimmerschalter ohne bewegliche Teile funktionieren.

Was ist zu tun, wenn die Lenzpumpe kein Wasser fördert?  

Zuerst sollte geprüft werden, ob die Lenzpumpe im manuellen Betrieb läuft. Ist dies der Fall, sollte geprüft werden, ob grober Schmutz oder andere Teile die Pumpe verstopfen.

Wenn die Lenzpumpe manuell abpumpt, im automatischen Betrieb jedoch ausfällt, sollte geprüft werden, ob der Automatikschalter blockiert wird.

Funktioniert die Bilgepumpe sowohl im automatischen als auch im manuellen Betrieb nicht, sollte eine Fachwerkstatt sie überprüfen.

Darf eine Lenzpumpe auch unter Wasser betrieben werden?  

Alle Lenzpumpen sind für den Betrieb unter Wasser geeignet und werden von Herstellen als tauchfähig bezeichnet. Vorsicht ist jedoch bei der Leitungsverlängerung geboten. Sind Kabel und Leitungsanschlüsse einer Pumpe nicht vor Wasser geschützt, kann sie unter Wasser nicht betrieben werden, da die Gefahr eines Kurzschlusses besteht. Falls die Leitungsverlängerung unumgänglich ist, können die Anschlussstellen über Schrumpfschläuche vor Wasser geschützt werden.

Woran erkenne ich, ob eine Bilgepumpe salzwassertauglich ist?  

Die Einsatzfähigkeit von Lenzpumpen in salzigen Gewässern geben die Hersteller in den Datenblättern zu den jeweiligen Modellen an. In unserem Online-Shop siehst du, welche Bilgepumpe salzwassertauglich ist.

Wie wird eine Lenzpumpe angeschlossen?  

Es gibt mehrere Möglichkeiten, eine Lenzpumpe zu verdrahten. Das hängt davon ab, ob die Pumpe nur manuell oder auch automatisch betrieben werden sollen. Hersteller wie Attwood oder Johnson Pump stellen in den Installationsanleitungen ihrer Bilgepumpen und Automatikschalter mehrere exemplarische Anschlussmöglichkeiten mit Schaltplänen dar.

Welche Förderhöhe muss die Bilgepumpe mindestens haben?  

Das hängt davon ab, wie groß der Abstand bzw. Höhenunterschied zwischen der Lenzpumpe und dem Wasseraustritt ist. Beträgt die Höhe bis zu zwei Meter, reichen Cartridge-Bilgepumpen von Johnson Pump und manuellen Pumpen sowie automatischen Lenzpumpen von Attwood aus.

Wenn die Förderhöhe über zwei Meter beträgt, sollten Heavy-Duty-Pumpen – bspw. HD1700 oder HD2000 von Attwood – verwendet werden.

Wann macht eine mobile bzw. tragbare Lenzpumpe Sinn?  

Tragbare Bilgepumpen haben mehrere Vorteile:

  • Sie haben eine eigene Stromversorgung. Für den Betrieb der  WaterBuster von Attwood  braucht es beispielsweise drei D-Alkali-Mangan-Batterien, was durch deren leichte Anschaffung die Flexibilität dieser Lenzpumpe erhöht.
  • Ihre Neupositionierung fällt wegen der wegfallenden Verkabelung leichter. Daher können sie aus der Bilge entfernt werden, um sie anderweitig (z.B. in einem Pool) zu verwenden oder vor Diebstahl zu sichern.

Warum verbraucht eine Bilgepumpe mit 24 Volt weniger Strom als eine Bilgepumpe mit 12 Volt?  

Bei steigender Stromspannung wächst der Kraftzuwachs einer Bilgepump überproportional, weshalb es bei gleicher Leistung weniger Ampere verbraucht, wenn es mit 24 Volt anstatt mit 12 Volt betrieben wird.

Das Ohm’sche Gesetz zur elektrischen Leistung (P=I·U) illustriert den überproportionalen Kraftzuwachs, wenn dafür die Johnson Pump Ultima Combo 1000 mit je 12 Volt und 24 Volt für den Vergleich herangezogen werden.

Während die 12-Volt-Pumpe bis zu 3,2 Ampere Strom bezieht, verbraucht die Pumpe mit 24 Volt bis zu 2 Ampere. Die elektrische Leistung (P) in Watt wird bei Gleichstrom (D.C.) errechnet durch die Stromspannung in Volt (U) und die Stromstärke in Ampere (I). So leitet die 12-Volt-Pumpe trotz höheren Stromverbrauchs bis zu 38,4 Watt, während es die 24-Volt-Pumpe auf 48 Watt bringt.

Welche Bilgepumpe passt zu meinem Boot?  

Weil die Bilgenpumpe ein wichtiges, sicherheitsrelevantes Gerät ist, sollte grundsätzlich zu einer Qualitätspumpe gegriffen werden. Die großen Markenhersteller sind ein Garant für Qualität. Dazu zählen  Johnson Pump  und  Attwood . Bei der Auswahl einer geeigneten Bilgepumpe stehen drei Aspekte im Vordergrund:

  • Spannungsversorgung  (12 V oder 24 V)
  • Platzverhältnisse der örtlichen Gegebenheit. Damit ist nicht nur der Platz in der Bilge für das Pumpengehäuse gemeint, sondern auch für eine spätere Wartung oder Reinigung – und der Platz für den Automatikschalter.
  • Leistung bzw. Durchsatz: Die Förderleistung ist der wichtigste Aspekt bei der Wahl einer Bilgenpumpe. Hier muss natürlich auch die Förderhöhe berücksichtigt werden, weil der Durchsatz mit steigender Höhe sinkt.
  • Stromversorgung über Bordstrom oder externe Quelle: Wenn der Stromverbrauch mit den elektrischen Pumpen zu hoch ausfällt, benötigen sie eine eigene Stromquelle im Boot.

Wenn Hochleistungspumpen erforderlich sind, um die Mindestförderleistung zu gewährleisten, sie aber nicht in die Bilge passen, muss auf mehrere Pumpen ausgewichen werden. Wenn die erforderliche Anzahl an Lenzpumpen in der Bilge nicht untergebracht werden können, schaffen eventuell die  Ultima Bilge  oder  Low Boy  von Johnson Pump Abhilfe.

Wurde die Mindestförderleistung festgestellt, muss anhand des vorhandenen Platzes in der Bilge die Auswahl an Lenzpumpen getroffen werden. Findet eine Heavy-Duty-Pumpe darin Platz oder müssen mehrere Lenzpumpen mit hoher Förderleistung untergebracht werden?

Wenn die installierten Pumpen einen zu hohen Strombedarf haben, um sie an die Bordbatterie anzuschließen, sollte eine weitere Stromquelle bspw. durch eine zweite Batterie an Bord installiert werden.

Wenn die Bilgepumpen jedoch auch andere Verwendungsorte finden, sind  tragbare Modelle  ein Gedanke wert. Dank der auswechselbaren Batterien, die in jedem handelsüblichen Geschäft gekauft werden können, haben die tragbaren Bilgepumpen eine eigene Stromversorgung.

Wo muss der Auslass für die Bilgepumpe montiert werden?  

Der Wasseraustritt muss sich oberhalb der Wasserlinie befinden, damit die Lenzpumpe das Bilgewasser aus dem Boot befördern kann. Ein Borddurchlass unterhalb der Wasserlinie ließe eher Wasser hineinlaufen, falls die Bilgepumpen nicht die Kraft haben, gegen den Wasserdruck zu arbeiten und die vom Hersteller angegebene Fördermenge zu leisten.

Wo in der Bilge ist der beste Platz für eine Lenzpumpe?  

Für diese Frage existiert keine eindeutige Antwort, da die Platzierung der Lenzpumpen sowohl eine Frage des Geschmacks als auch der Anzahl an Pumpen ist. Grundsätzlich empfiehlt es sich, eine Lenzpumpe nicht am tiefsten Punkt in der Bilge anzubringen, da sie sonst auch bei kleineren, unbedeutenden Wassermengen anspringen und mehr Pumpzyklen durchlaufen würde. Mittels einer Wandmontage kann die Bilgepumpe auf einer optimalen Höhe arbeiten.

Mehrere elektrisch betriebene Lenzpumpen schaffen noch mehr Möglichkeiten für ideale Platzierungen. Befinden sich mehrere Pumpen auf derselben Höhe, sodass sie zur gleichen Zeit anspringen, erhöht das die Pumpleistung pro Minute. Andererseits können sie auf unterschiedliche Höhen verteilt werden, sodass sie nach und nach anspringen. Auf diese Weise wird die Batterie geschont, indem weitere Pumpen erst dann anspringen, falls die Förderleistung einer einzigen Pumpe nicht ausreicht.