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MEGA Imaging

MEGA Imaging ist Humminbirds Bezeichnung für Imaging-Sonar im Megahertz-Bereich – also Seiten- und Abwärtsscan mit Frequenzen um 1,2 MHz statt der früheren 455 kHz. Der Name kommt genau daher: Erstmals arbeitete ein Angelecholot im Megahertz-Bereich. Die höhere Frequenz bringt deutlich mehr Detail. Zur Familie gehören MEGA Side Imaging (MEGA SI), MEGA Down Imaging (MEGA DI) und der Rundumscanner MEGA 360 Imaging. In den Gerätebezeichnungen taucht MEGA direkt auf – etwa HELIX 12 MEGA SI+ GPS G4N.

Warum die Frequenz den Unterschied macht

Klassisches Side und Down Imaging arbeitet mit 455 kHz. MEGA Imaging nutzt ein Frequenzband um 1.200 kHz, je nach CHIRP-Einstellung bis etwa 1,3 MHz. Das ist rund die dreifache Frequenz – und höhere Frequenz bedeutet feinere Auflösung.

Dazu kommt echtes CHIRP: Statt auf einer festen Frequenz zu senden, durchfährt der Geber beim MEGA Imaging ein Band von etwa 1.100 bis 1.300 kHz. Diese Spanne von rund 200 kHz ist der Grund, warum die Bilder noch einmal sauberer werden, als es die reine Frequenzerhöhung erklären würde – beim CHIRP kommt es genau auf die Größe dieser Differenz an.

Der Preis dafür ist der übliche Zielkonflikt: Je höher die Frequenz, desto kürzer die Reichweite.

Reichweite – MEGA gegen klassisches Side Imaging

Genau deshalb lassen sich beide Modi umschalten. Im MEGA-Modus arbeitest du mit maximalem Detail auf begrenzter Distanz, im klassischen Side-Imaging-Modus deckst du deutlich mehr Fläche ab.

Die konkreten Reichweiten hängen von Geber und Gerät ab und unterscheiden sich zwischen den Generationen erheblich. Als Größenordnung: MEGA Side Imaging liegt im Bereich einiger Dutzend Meter pro Seite, das klassische Side Imaging deutlich darüber. Für dein konkretes Modell steht der Wert im Datenblatt – frag uns gern, wenn du ihn nicht findest.

Praktisch heißt das: Zum Absuchen großer Flächen schaltest du auf klassisches Side Imaging, zum genauen Betrachten einer gefundenen Struktur auf MEGA.

Der Geber macht es möglich

Hinter MEGA Imaging steckt ein eigens entwickelter Geber. Für das MEGA Side Imaging arbeiten mehrere separate Kristalle zusammen, dazu kommt ein eigener Kristall fürs MEGA Down Imaging.

Daraus ergibt sich eine Besonderheit, die es sonst kaum gibt: Beim MEGA Down Imaging lässt sich die Breite des abgescannten Bereichs einstellen. Du entscheidest also selbst, wie schmal oder breit der Fächer unter dem Boot arbeitet.

Die drei Bausteine

MEGA Side Imaging

Der Seitenscan im Megahertz-Bereich. Er tastet den Boden links und rechts des Bootes ab und liefert die Detailschärfe, für die Humminbird bekannt ist – einzelne Äste, Kanten, Krautränder. Mehr zum Prinzip im Eintrag Side Imaging.

MEGA Down Imaging

Dasselbe für den Bereich direkt unter dem Boot, mit einstellbarer Scanbreite. Siehe Down Imaging.

MEGA 360 Imaging

Der eigentliche Sonderweg von Humminbird. Statt nur zur Seite oder nach unten zu schauen, dreht sich der Sendestrahl wie ein Radar um das Boot herum.

  • Abdeckung: Radius rund 38 m, also ein Kreis von etwa 76 m Durchmesser
  • Frequenz: 455 kHz bzw. MEGA bis 1,2 MHz
  • Echotrennung: 63,5 mm
  • Leistung: 500 W RMS, 4.000 W Spitze
  • Strom: 10–18 V DC, 0,5 A, Absicherung 1 A

Zwei Einstellungen entscheiden über die Bildqualität: Du wählst zwischen sechs Umdrehungsgeschwindigkeiten und kannst den abgetasteten Sektor von 10° bis 360° eingrenzen. Beides hängt zusammen – je kleiner der Winkel und je langsamer die Drehung, desto schärfer das Bild. Beim Suchen lässt du 360° schnell laufen, beim Abfischen eines Hotspots grenzt du auf einen schmalen Sektor ein.

Wie andere Hersteller es nennen

Side und Down Imaging wurden ursprünglich von Humminbird entwickelt. Weil die Namen geschützt sind, heißen vergleichbare Verfahren bei den Wettbewerbern anders:

Hersteller Seitenscan Abwärtsscan
Humminbird Side Imaging / MEGA SI Down Imaging / MEGA DI
Lowrance / Simrad SideScan DownScan
Garmin SideVü ClearVü
Raymarine SideVision / DownVision

Was bedeutet das Plus in MEGA SI+?

In den Modellbezeichnungen der HELIX- und SOLIX-Serien steht das Plus für die erweiterte Imaging-Generation. Beim Kauf lohnt der genaue Blick auf diese Kürzel: SI bedeutet, dass Side Imaging an Bord ist, DI nur Down Imaging. Ein HELIX 10 MEGA DI+ kann keinen Seitenscan.

Welche Geräte können MEGA 360?

MEGA 360 Imaging arbeitet mit den Serien HELIX (MEGA SI+ und DI+ der Generationen G3N und G4N), SOLIX (G2 und G3), APEX und XPLORE. Innerhalb der HELIX-Reihe ist die Liste modellgenau – nicht jedes HELIX passt. Prüf das vor dem Kauf auf der Produktseite.

Anschluss neben anderen Gebern

Wer MEGA 360 zusammen mit MEGA Live Imaging oder einem Minn Kota Bugmotor betreiben will, stößt schnell an die Grenze der Netzwerkanschlüsse am Echolot. Humminbird löst das mit einer 5-Port-Ethernetbox, die fünf Geräte an einen Anschluss hängt.

Häufige Fragen zu MEGA Imaging

Was ist der Unterschied zwischen MEGA Imaging und normalem Side Imaging?

Die Frequenz. MEGA arbeitet um 1,2 MHz statt bei 455 kHz. Das bringt deutlich mehr Detail, kostet aber Reichweite. Du kannst zwischen beiden Modi umschalten.

Ist MEGA 360 dasselbe wie MEGA Live Imaging?

Nein. MEGA 360 dreht einen Strahl rundum und baut daraus eine Karte des Umfelds. MEGA Live Imaging ist Echtzeit-Sonar und zeigt einen Sektor als bewegtes Bild – du siehst dort deinen Köder sinken.

Welche Reichweite hat MEGA 360?

Etwa 38 m Radius, also rund 76 m Durchmesser um das Boot.

Passt MEGA Imaging an Garmin oder Lowrance?

Nein. MEGA ist Humminbird-Technik und arbeitet nur mit kompatiblen Humminbird-Echoloten.

Kann ich MEGA 360 und MEGA Live gleichzeitig betreiben?

Ja, sofern genügend Netzwerkanschlüsse vorhanden sind. Reichen sie nicht, löst eine 5-Port-Ethernetbox das Problem.

Verwandte Begriffe

In der Praxis: Wie sich MEGA-Imaging-Bilder lesen lassen, zeigen wir mit echten Kundenbildern im Magazin: Down Imaging in der Praxis und Side Imaging Bilder lesen.

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