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Von der 7400er-Einbaureihe über die kompakte xx2-Serie bis zur Plus-Generation
GPSMAP ist Garmins Oberklasse für Boote: Kartenplotter und Echolote, die netzwerkfähig sind, sich in Konsolen einbauen lassen und für den Dauerbetrieb an Bord gemacht wurden. Über die Jahre sind mehrere Generationen entstanden – und weil sich die Modellnummern ähneln, ist die Zuordnung nicht immer offensichtlich.
Diese Seite ordnet die ausgelaufenen GPSMAP-Generationen ein: die netzwerkfähige 7400er-Reihe, die kompakte xx2-Serie und deren Plus-Nachfolger. Mit den technischen Daten, der Einordnung nach Displaygröße und dem passenden aktuellen Gerät zu jedem Modell.
Zur Orientierung bei den Modellnamen: Bei der kompakten Serie sind die ersten ein bis zwei Ziffern die Displaygröße in Zoll – 722 ist ein 7-Zoll-Gerät, 1222 ein 12-Zoll-Gerät. Die Endung sagt, was das Gerät kann: ohne Zusatz reiner Kartenplotter, xs mit Echolot, xsv mit Echolot inklusive ClearVü und SideVü.
| Zeitpunkt | Serie | Charakter |
| 2014 | GPSMAP 7400 / 7600 | Netzwerkfähige Multifunktionsgeräte für den Konsoleneinbau, 7 bis 16 Zoll, durchgängig mit Touchscreen |
| 2016 | GPSMAP xx2 (722, 922, 1022, 1222) | Die kompakte Linie für kleinere Boote, wahlweise mit Touchscreen oder Tastenbedienung |
| später | GPSMAP xx2 Plus | Überarbeitung der kompakten Linie mit Multitouch auf allen Displaygrößen, SailAssist und Steuerung des Garmin Force Trolling Motors |
| heute | GPSMAP x23 · 8400 · 9000 | Die aktuellen Serien – von 723xsv bis zur 9000er mit 4K-Auflösung |
Eine Gemeinsamkeit aller Archiv-Generationen: In den Unterlagen taucht sowohl DownVü als auch ClearVü auf. Der Grund ist ein Patentstreit. Die US-Handelskommission verhängte im August 2016 einen Einfuhrstopp für Garmin-Geräte mit DownVü, weil die Technik Patentrechte an der DownScan-Technologie von Lowrance verletzte. Garmin überarbeitete sie und benannte sie weltweit in ClearVü um. Wenn dein Handbuch von DownVü spricht, ist dieselbe Technik gemeint.
Die GPSMAP-7400-Reihe kam 2014 als Garmins hochwertige Multifunktionsserie auf den Markt. Sie war von Anfang an netzwerkfähig – mehrere Displays, Radar, Autopilot und Kameras ließen sich zu einem System verbinden. Alle Modelle haben einen Touchscreen und NMEA-2000-Anbindung.
Die Serie deckt fünf Displaygrößen ab. Modelle ohne Zusatz sind reine Kartenplotter, Modelle mit xsv bringen das Echolot mit ClearVü und SideVü mit:
Ein Detail, das beim Aufrüsten wichtig ist: Zwischen 10 und 12 Zoll ändert sich die Auflösung nicht – beide arbeiten mit 1280 × 800. Der Zugewinn liegt allein in der Fläche, nicht im Detailgrad. Das 16-Zoll-Modell hat mit 1366 × 768 sogar weniger Bildpunkte in der Höhe als die beiden kleineren.
2016 aktualisierte Garmin die GPSMAP-Reihe und stellte die kompakte xx2-Serie vor – gedacht für Boote, bei denen die große Einbaureihe zu viel des Guten wäre, ohne auf NMEA-2000-Anbindung und Quickdraw Contours verzichten zu wollen.
Die Serie gab es wahlweise mit Touchscreen oder mit Tastenbedienung. Wer bei Nässe, mit Handschuhen oder bei Seegang bedient, ist mit Tasten oft besser dran – das war der Grund für die zwei Varianten.
Beim Sprung von 9 auf 10 Zoll bleibt die Auflösung gleich – 1024 × 600 bei beiden. Wer mehr Detail auf der Karte sehen will und nicht nur ein größeres Bild, muss zum 12-Zoll-Modell greifen. Erst dort steigt die Auflösung auf 1280 × 800.
Die Plus-Generation überarbeitete die kompakte Serie an mehreren Stellen. Der sichtbarste Unterschied: Multitouch auf allen Displaygrößen – also Zoomen und Verschieben mit zwei Fingern wie am Smartphone, auch auf dem 7-Zoll-Gerät.
Dazu kamen Funktionen, die vor allem Segler und Angler betreffen:
Verfügbar waren die Größen 7, 9 und 12 Zoll, jeweils als reiner Kartenplotter oder mit Echolot: 722 Plus und 722xs Plus, 922 Plus und 922xs Plus, 1222 Plus und 1222xsv Plus.
| Modell | Serie | Display | Auflösung | Echolot | Netzwerkfähig |
| GPSMAP 7407 | 7400 | 7" | 800 × 480 | nein | ja |
| GPSMAP 7407xsv | 7400 | 7" | 800 × 480 | ClearVü + SideVü | ja |
| GPSMAP 7408 | 7400 | 8" | 1024 × 600 | nein | ja |
| GPSMAP 7408xsv | 7400 | 8" | 1024 × 600 | ClearVü + SideVü | ja |
| GPSMAP 7410 | 7400 | 10" | 1280 × 800 | nein | ja |
| GPSMAP 7410xsv | 7400 | 10" | 1280 × 800 | ClearVü + SideVü | ja |
| GPSMAP 7412 | 7400 | 12" | 1280 × 800 | nein | ja |
| GPSMAP 7412xsv | 7400 | 12" | 1280 × 800 | ClearVü + SideVü | ja |
| GPSMAP 7416 | 7400 | 16" | 1366 × 768 | nein | ja |
| GPSMAP 7416xsv | 7400 | 16" | 1366 × 768 | ClearVü + SideVü | ja |
| GPSMAP 722 | xx2 | 7" | 800 × 480 | nein | NMEA 2000 |
| GPSMAP 722xs | xx2 | 7" | 800 × 480 | ja | NMEA 2000 |
| GPSMAP 922 | xx2 | 9" | 1024 × 600 | nein | NMEA 2000 |
| GPSMAP 922xs | xx2 | 9" | 1024 × 600 | ja | NMEA 2000 |
| GPSMAP 1022 | xx2 | 10" | 1024 × 600 | nein | NMEA 2000 |
| GPSMAP 1022xsv | xx2 | 10" | 1024 × 600 | ClearVü + SideVü | NMEA 2000 |
| GPSMAP 1222 | xx2 | 12" | 1280 × 800 | nein | NMEA 2000 |
| GPSMAP 1222xsv | xx2 | 12" | 1280 × 800 | ClearVü + SideVü | NMEA 2000 |
| GPSMAP 722 Plus | Plus | 7" | 800 × 480 | nein | NMEA 2000 |
| GPSMAP 722xs Plus | Plus | 7" | 800 × 480 | ja | NMEA 2000 |
| GPSMAP 922 Plus | Plus | 9" | 1024 × 600 | nein | NMEA 2000 |
| GPSMAP 922xs Plus | Plus | 9" | 1024 × 600 | ja | NMEA 2000 |
| GPSMAP 1222 Plus | Plus | 12" | 1280 × 800 | nein | NMEA 2000 |
| GPSMAP 1222xsv Plus | Plus | 12" | 1024 × 600 | ClearVü + SideVü | NMEA 2000 |
Die kompakten Serien sind heute durch die x23-Generation abgelöst, die Einbaureihe durch die 8400er-Serie. An der Spitze steht die GPSMAP 9000 mit 4K-Auflösung.
| Dein Gerät | Aktueller Nachfolger |
| GPSMAP 722 · 722xs · 722 Plus · 722xs Plus | GPSMAP 723xsv |
| GPSMAP 922 · 922xs · 922 Plus · 922xs Plus | GPSMAP 923xsv |
| GPSMAP 1022 · 1022xsv | GPSMAP 1223xsv |
| GPSMAP 1222 · 1222xsv · 1222 Plus · 1222xsv Plus | GPSMAP 1223xsv |
| GPSMAP 7407 · 7407xsv · 7408 · 7408xsv · 7410 · 7410xsv | GPSMAP 8410 & 8410xsv |
| GPSMAP 7412 · 7412xsv | GPSMAP 8412xsv |
| GPSMAP 7416 · 7416xsv | GPSMAP 8416xsv |
Was sich beim Wechsel ändert: Der Auflösungssprung ist erheblich. Die 8400er-Reihe arbeitet mit 1920 × 1080 bis 1920 × 1200 gegenüber 1280 × 800 der 7400er – und sie unterstützt Panoptix LiveScope, also Echtzeit-Sonar, das es in der Archiv-Generation nicht gab. Auch die kompakte x23-Serie hat das Echolot mit dem GT56UHD-TM-Geber deutlich aufgewertet.
➜ Wer noch größer denkt: Die GPSMAP 1623 und 1623xsv mit 1920 × 1080 und die GPSMAP 9000 Serie mit 3840 × 2160 stehen darüber. Alle aktuellen Geräte findest du in der Kategorie Garmin GPSMAP.
Was bedeuten die Endungen xs und xsv bei GPSMAP-Geräten?
Ein Modell ohne Zusatz ist ein reiner Kartenplotter ohne Echolot. Die Endung xs steht für ein integriertes Echolot. Die Endung xsv bedeutet zusätzlich ClearVü und SideVü, also die Ansicht nach unten und zur Seite. Die Ziffern davor sind die Displaygröße in Zoll, ein GPSMAP 1222xsv ist also ein 12-Zoll-Gerät mit vollem Sonarpaket.
Was ist der Unterschied zwischen der 7400er-Reihe und der xx2-Serie?
Die 7400er-Reihe von 2014 ist die netzwerkfähige Einbaugeneration: Mehrere Displays, Radar, Autopilot und Kameras lassen sich zu einem System verbinden, alle Modelle haben einen Touchscreen. Die xx2-Serie von 2016 ist die kompakte Linie für kleinere Boote mit NMEA-2000-Anbindung, wahlweise mit Touchscreen oder Tastenbedienung.
Lohnt sich der Schritt von 9 auf 10 Zoll?
Innerhalb der xx2-Serie ändert sich dabei nur die Fläche, nicht der Detailgrad. Das 922 und das 1022 arbeiten beide mit 1024 x 600 Pixeln. Mehr Auflösung gibt es erst beim 12-Zoll-Modell mit 1280 x 800. Dasselbe gilt in der 7400er-Reihe zwischen 10 und 12 Zoll, dort liegen beide bei 1280 x 800.
Was kann die Plus-Generation, was die normale xx2-Serie nicht kann?
Die Plus-Modelle haben Multitouch auf allen Displaygrößen, also Zoomen und Verschieben mit zwei Fingern. Dazu kommen SailAssist mit Layline-Berechnung und Startlinien-Assistent für Segler, die Steuerung des Garmin Force Trolling Motors direkt vom Plotter, Kopplung mit dem Smartphone und die Bedienung über eine Funkfernbedienung.
Mein Handbuch spricht von DownVü, mein Gerät heißt aber xsv. Ist das dasselbe?
Ja. Die US-Handelskommission verhängte im August 2016 einen Einfuhrstopp für Garmin-Geräte mit DownVü, weil die Technik Patentrechte an der DownScan-Technologie von Lowrance verletzte. Garmin überarbeitete sie und benannte sie weltweit in ClearVü um. Ältere Unterlagen zu GPSMAP-Geräten verwenden deshalb noch die alte Bezeichnung.
Kann ich mein altes GPSMAP noch kaufen oder ersetzen lassen?
Die hier beschriebenen Generationen sind ausgelaufen und bei uns nicht mehr lieferbar. Die passenden aktuellen Geräte findest du oben im Abschnitt Nachfolger. Weil GPSMAP-Geräte oft fest eingebaut und ins Bordnetz eingebunden sind, lohnt vor dem Wechsel ein Gespräch über Einbaumaße, vorhandene Geber und die Netzwerkanbindung. Melde dich einfach.