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Down Imaging

Down Imaging (auch Abwärtsscan oder DownScan) bezeichnet Hochfrequenz-Sonartechnik, die den Bereich direkt unter dem Boot fotoähnlich darstellt. Der Geber sendet einen sehr schmalen, quer zur Fahrtrichtung aufgefächerten Strahl – das Ergebnis ist ein Schnittbild durch die Wassersäule mit klar erkennbaren Strukturen. Typische Frequenzen sind 455 kHz, 700/800 kHz und bis zu 1,2 MHz. Humminbird nennt es Down Imaging, Garmin ClearVü, Lowrance und Simrad DownScan.

Down Imaging gegen klassisches 2D-Sonar

Beide schauen nach unten – aber sie zeigen völlig Unterschiedliches.

Das 2D-Sonar arbeitet mit einem breiten, kegelförmigen Strahl bei niedriger Frequenz. Es ist gut darin, Fische als Sicheln zu zeigen und in große Tiefen zu reichen. Strukturen bildet es aber grob ab: Ein Baum ist ein diffuser Klumpen.

Down Imaging nutzt einen schmalen Fächer bei hoher Frequenz. Strukturen werden fast fotografisch scharf – du erkennst einzelne Äste, die Kante einer Steinschüttung, das Geländer eines versunkenen Stegs. Dafür sind Fische schwerer als solche zu identifizieren, weil sie eher als kleine Punkte oder Striche erscheinen statt als typische Sichel.

Deshalb laufen beide in der Praxis nebeneinander. Lowrance geht mit FishReveal noch einen Schritt weiter und legt die 2D-Echos farblich hervorgehoben über das DownScan-Bild – Strukturschärfe und Fischerkennung in einer Ansicht.

Wie die Hersteller es nennen

Hersteller Bezeichnung Höchste Ausbaustufe
Humminbird Down Imaging (DI) MEGA Down Imaging, bis 1,2 MHz
Garmin ClearVü Ultra-HD-ClearVü, 800 kHz
Lowrance / Simrad DownScan Active Imaging HD, 700/1200 kHz

Frequenz, Schärfe, Tiefe

Der Zielkonflikt ist derselbe wie beim Side Imaging: Höhere Frequenz bringt mehr Detail, kostet aber Tiefe.

Bei Lowrance Active Imaging HD reicht der DownScan bei 700 kHz bis 46 m, bei 1.200 kHz nur noch bis 27 m. Garmins Ultra-HD-ClearVü arbeitet mit 800 kHz und kommt auf 60 m.

Zum Vergleich: Das 2D-CHIRP-Sonar desselben Lowrance-Gebers schafft bei 83/200 kHz bis zu 305 m. Das zeigt gut, wofür welche Technik gedacht ist – Imaging für Struktur im flacheren Bereich, 2D für Tiefe.

Wofür du es brauchst

  • Struktur präzise einordnen: Ist das ein einzelner Ast oder ein ganzer Wurzelstock? Down Imaging beantwortet das, 2D nicht.
  • Härte des Grundes einschätzen: Harter Grund reflektiert stärker und erscheint heller.
  • Krautkanten finden und ihre Höhe über Grund beurteilen.
  • Vertikalstellen kontrollieren: Wenn du auf einer Struktur ankerst, siehst du genau, wo dein Köder relativ dazu hängt.

Auch hier gilt: gleichmäßige, langsame Fahrt. Lowrance nennt für DownScan dieselbe Obergrenze von 9 Knoten wie für SideScan.

Häufige Fragen zu Down Imaging

Ersetzt Down Imaging das klassische 2D-Sonar?

Nein. Down Imaging zeigt Strukturen schärfer, 2D-Sonar zeigt Fische deutlicher und reicht tiefer. Die meisten Angler nutzen beides parallel im Splitscreen.

Warum sehe ich im Down Imaging kaum Fischsicheln?

Der schmale Fächer erfasst einen Fisch nur kurz, deshalb entsteht keine ausgeprägte Sichel. Fische erscheinen eher als kleine helle Punkte oder Striche. Für die Fischerkennung ist das 2D-Sonar besser geeignet.

Welche Frequenz soll ich wählen?

Für flache bis mittlere Binnengewässer die hohe Frequenz – maximale Schärfe, Reichweite reicht ohnehin. Ab etwa 25 bis 30 m Tiefe lohnt der Wechsel auf die niedrigere Frequenz.

Brauche ich einen anderen Geber als für Side Imaging?

Meist nicht. Kombigeber wie der Active Imaging HD 3-in-1 liefern 2D-CHIRP, DownScan und SideScan aus einem Gehäuse.

Verwandte Begriffe

In der Praxis: Was Down Imaging sichtbar macht, zeigen echte Kundenbilder besser als jede Erklärung – vom versunkenen Baum bis zum Brückengeländer als Ködergrab: Down Imaging in der Praxis.

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