StructureScan
StructureScan ist Lowrances Blackbox-System für Imaging-Sonar. Ein separates Modul erzeugt zusammen mit einem eigenen Geber die Ansichten SideScan und DownScan und speist sie ins Echolot ein. Die Ausbaustufe StructureScan HD brachte höhere Auflösung und größere Reichweite, StructureScan 3D ergänzt eine räumliche Darstellung. Bei aktuellen Geräten übernimmt meist Active Imaging diese Aufgabe – ohne separates Modul.
Das Prinzip: Rechenleistung auslagern
Imaging-Sonar braucht deutlich mehr Rechenleistung als klassisches 2D-Sonar. Als StructureScan eingeführt wurde, hatten die Echolote diese Leistung nicht an Bord – also lagerte Lowrance sie in eine Blackbox aus.
Der Aufbau besteht deshalb immer aus drei Teilen: dem Modul, dem passenden Geber und dem Echolot als Anzeige. Verbunden wird über das Ethernet-Netzwerk, was zugleich den Vorteil hat, dass mehrere Displays an Bord dieselben Daten anzeigen können.
Was das System liefert
- SideScan – der Blick nach links und rechts. Mehr dazu im Eintrag Side Imaging.
- DownScan – der hochauflösende Blick nach unten, siehe Down Imaging.
- Panoramaansicht – beide Seitenscans zu einem durchgehenden Bild kombiniert.
- 3D – bei StructureScan 3D zusätzlich eine räumliche Darstellung des abgetasteten Bereichs, die sich drehen und kippen lässt.
Was StructureScan HD gebracht hat
Die HD-Generation war seinerzeit ein deutlicher Sprung gegenüber dem ursprünglichen StructureScan: höhere Auflösung, ein neu entwickelter Geber und ein SideScan-Korridor von bis zu 183 Metern Gesamtbreite.
Der zweite Gewinn lag in der Zieltrennung im DownScan. Fische, die dicht beieinanderstehen, lassen sich damit einzeln unterscheiden – du erkennst eher, ob Raubfische aktiv jagen oder nur in der Nähe der Beutefische stehen.
Was heute davon gilt
StructureScan stammt aus einer Zeit, in der Echolote die Imaging-Berechnung nicht selbst leisten konnten. Bei aktuellen Lowrance-Geräten ist das anders: Dort steckt die Technik im Gerät, und der Geber liefert alle Ansichten aus einem Gehäuse – das ist die Rolle von Active Imaging.
Für Bestandsgeräte bleibt StructureScan relevant. Die Module und Geber gibt es weiterhin, und wer ein älteres Lowrance-Echolot betreibt, rüstet damit Imaging nach, ohne das Gerät zu tauschen. Für einen Neukauf ist die Frage dagegen meist schon beantwortet: Das aktuelle Gerät bringt die Funktionen mit.
Wer ein sehr altes StructureScan-Modul besitzt, sollte prüfen, ob ein Upgrade auf die HD- oder 3D-Variante möglich ist – und ob sich das gegenüber einem neuen Gerät noch rechnet. Das ist eine Rechnung am konkreten Fall.
Häufige Fragen zu StructureScan
Brauche ich für StructureScan ein separates Modul?
Ja, das ist das Prinzip: Modul, Geber und Echolot bilden zusammen das System. Bei aktuellen Geräten mit Active Imaging entfällt das Modul.
Was ist der Unterschied zwischen StructureScan und Active Imaging?
StructureScan lagert die Rechenleistung in eine Blackbox aus, Active Imaging arbeitet direkt mit dem Echolot zusammen. Inhaltlich liefern beide SideScan und DownScan, Active Imaging in der aktuelleren Ausbaustufe.
Lohnt sich StructureScan noch?
Für ältere Lowrance-Echolote ja – damit rüstest du Imaging nach, ohne das Gerät zu tauschen. Bei einem Neukauf bringt das Gerät die Funktionen in der Regel bereits mit.
Was kann StructureScan 3D zusätzlich?
Es stellt den abgetasteten Bereich räumlich dar. Die Ansicht lässt sich drehen und kippen, was beim Verstehen komplexer Strukturen hilft.
Verwandte Begriffe
- Active Imaging – die aktuelle Lowrance-Gebergeneration
- Side Imaging – der Seitenscan
- Down Imaging – der Abwärtsscan
- FishReveal – Overlay aus 2D und DownScan
- xSonic – der Steckerstandard
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