i-Pilot
i-Pilot ist das GPS-Navigationssystem von Minn Kota für Elektro-Bugmotoren. Es übernimmt Steuerung und Geschwindigkeit, hält per Spot-Lock die Position und kann gefahrene Strecken aufzeichnen und wieder abfahren – bedient über eine Fernbedienung. i-Pilot LINK ist die Ausbaustufe davon: Sie verbindet den Motor zusätzlich mit einem kompatiblen Humminbird-Echolot, sodass du ihn direkt über die Seekarte auf dem Echolotbildschirm steuerst. Der Unterschied liegt also nicht in der Motorleistung, sondern darin, ob Motor und Echolot miteinander sprechen.
Der Unterschied auf einen Blick
| i-Pilot | i-Pilot LINK | |
|---|---|---|
| Bedienung | Fernbedienung | Fernbedienung und Humminbird-Echolot |
| Spot-Lock | ja | ja |
| Tempomat über Grund | ja | ja |
| Strecken aufzeichnen und abfahren | ja | ja |
| Ziel auf der Seekarte antippen | nein | ja |
| Tiefenlinie automatisch abfahren | nein | ja (Follow the Contour) |
| Abstand zur Kante vorgeben | nein | ja (Contour Offset) |
| Echolot nötig | nein | ja, kompatibles Humminbird |
Die Kurzfassung: Alles, was i-Pilot kann, kann i-Pilot LINK auch. LINK legt die Kartennavigation obendrauf – und setzt dafür ein passendes Humminbird-Echolot voraus.
Was i-Pilot kann
Spot-Lock – der GPS-Anker
Ein Knopfdruck, und der Motor hält das Boot per GPS auf der Stelle. Wind und Strömung werden automatisch ausgeglichen, ohne dass du steuerst. Mehrere Spots lassen sich speichern und auf Knopfdruck wieder anfahren – praktisch, wenn du die Fahrtzeit zum Umbauen des Köders nutzen willst.
Spot-Lock ist für die meisten der eigentliche Kaufgrund. Es ersetzt den Anker, funktioniert in jeder Tiefe und verwirbelt nichts am Grund.
Tempomat
Du gibst eine Geschwindigkeit vor – und zwar die echte GPS-Geschwindigkeit über Grund, nicht die Propellerdrehzahl. Der Motor regelt bei Gegenwind oder Strömung selbstständig nach. Beim Vertikalangeln und beim Schleppen macht das den Unterschied zwischen konstanter Köderführung und Raterei.
Strecken aufzeichnen
Eine gefahrene Strecke wird gespeichert und lässt sich später automatisch wieder abfahren – in beide Richtungen und mit frei wählbarem Tempo. Wer eine produktive Kante gefunden hat, fährt sie so beliebig oft identisch ab.
AutoPilot
Hält einen einmal eingestellten Kurs, unabhängig von Seitenwind. Mehr dazu im Eintrag AutoPilot.
Kann ich meinen Minn Kota mit einem Humminbird-Echolot verbinden?
Ja – genau das macht i-Pilot LINK, und zwar bereits seit 2012. Beide Marken gehören zum selben Konzern, entsprechend eng ist die Verzahnung.
Ist die Verbindung hergestellt, wird das Echolot zur Kommandozentrale. Du siehst deine Karte, tippst einen Punkt an – und der Motor fährt hin oder hält dort. Die interessantesten Funktionen sind die, die es ohne Kartendaten gar nicht geben könnte:
- Follow the Contour: Der Motor fährt eine Tiefenlinie auf der Seekarte automatisch ab – auch auf einer selbst erstellten AutoChart-Karte. Ideal, wenn du weißt, auf welcher Tiefe die Zander stehen.
- Contour Offset: Dasselbe mit frei wählbarem Abstand. Das Boot fährt in exakter Wurfdistanz an der Abbruchkante entlang, während ihr sie abwerft.
- Routen: Mehrere Spot-Locks oder Wegpunkte zu einer Route verbinden – etwa spiralförmig einen Barschberg hinauf oder pendelnd zwischen zwei Tiefenlinien.
- Go To und Backtrack: Gespeicherte Ziele automatisch anfahren oder den gefahrenen Weg zurückverfolgen.
Wichtig: i-Pilot LINK funktioniert nur mit Humminbird. Ein Lowrance- oder Garmin-Echolot lässt sich damit nicht koppeln.
Lohnt sich das i-Pilot-Upgrade?
Bei älteren Motoren ohne i-Pilot ist eine Nachrüstung technisch möglich, indem der komplette Motorkopf gegen eine entsprechende Einheit getauscht wird. Werkzeug braucht es kaum, eine deutsche Anleitung liegt bei.
Ob sich das rechnet, hängt vom Alter des Motors ab. Bei einem gepflegten Motor mit gutem Schaft und passender Schubkraft ist der Kopftausch oft die günstigere Lösung. Bei einem in die Jahre gekommenen Motor liegt der Nachrüstpreis schnell in der Größenordnung, in der ein neuer Motor mit aktueller Generation und Garantie sinnvoller ist.
Das ist eine Rechnung, die man am konkreten Fall macht – sag uns, welchen Motor du hast, dann rechnen wir das mit dir durch. Wir haben eine eigene Werkstatt und sehen beide Fälle regelmäßig.
Ein Wort zur Namensgebung
Bei den neueren Modellgenerationen führt Minn Kota die Navigationsfunktionen zunehmend unter der Bezeichnung Advanced GPS – etwa beim aktuellen Terrova. Die Funktionen dahinter, allen voran Spot-Lock, sind dieselbe Familie. Wenn du also einen Motor „mit Advanced GPS“ siehst und dich fragst, wo i-Pilot geblieben ist: Es ist die Weiterentwicklung, nicht der Wegfall.
Bei älteren Motoren steht i-Pilot dagegen direkt im Produktnamen. Im Zweifel hilft der Blick in die technischen Daten oder eine kurze Frage bei uns.
Häufige Fragen zu i-Pilot
Was ist der Unterschied zwischen i-Pilot und i-Pilot LINK?
i-Pilot steuert den Motor über eine Fernbedienung. i-Pilot LINK verbindet ihn zusätzlich mit einem kompatiblen Humminbird-Echolot, sodass du Ziele direkt auf der Seekarte antippen und Tiefenlinien automatisch abfahren kannst.
Kann ich Minn Kota mit Humminbird verbinden?
Ja, über i-Pilot LINK. Beide Marken gehören zum selben Konzern. Mit Lowrance- oder Garmin-Echoloten funktioniert das nicht.
Brauche ich für Spot-Lock i-Pilot LINK?
Nein. Spot-Lock ist bereits im normalen i-Pilot enthalten. LINK erweitert um die Kartennavigation.
Kann ich i-Pilot nachrüsten?
Bei vielen Modellen ja, über den Tausch des Motorkopfs. Ob sich das gegenüber einem neuen Motor rechnet, hängt vom Alter und Zustand deines Motors ab.
Funktioniert i-Pilot auch bei Heckmotoren?
i-Pilot ist auf Bugmotoren ausgelegt. Bei Heckmotoren steht die Handlenkung im Vordergrund – wer GPS-Funktionen will, braucht einen Bugmotor.
Verwandte Begriffe
- AutoPilot – Kurs halten statt Position halten
- Heading Sensor – macht Spot-Lock präziser
- Schaftlänge – das wichtigste Kaufkriterium beim Bugmotor
- Digital Maximizer – verlängert die Akkulaufzeit
- Batterieanzeige
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