Trackback
Trackback ist die Rückspulfunktion beim Echolot. Damit holst du die bereits aus dem Bildlauf gewanderte Sonarhistorie zurück auf den Bildschirm – mit allen Daten, die dazugehören: Fischsicheln, Tiefe, Temperatur, Strukturen. Bei vielen Geräten lässt sich sogar nachträglich ein Wegpunkt an einer zurückgespulten Stelle setzen. Die Funktion gehört bei modernen Echoloten von Humminbird, Lowrance, Simrad und Raymarine zum Standard.
Warum das mehr ist als eine Spielerei
Das Sonarbild läuft ständig weiter. Was rechts hereinkommt, verschwindet links wieder – und ist damit weg. Genau in dem Moment, in dem du etwas Interessantes bemerkst, ist es meist schon halb aus dem Bild gelaufen.
Trackback macht diesen Verlust rückgängig. Du spulst zurück, schaust dir die Stelle in Ruhe an und fährst dann normal weiter. Das Boot muss dazu nicht umdrehen.
Vier Situationen, in denen du es brauchst
Nach dem Biss
Im Drill hast du Besseres zu tun, als aufs Echolot zu schauen. Liegt der Fisch im Boot, kannst du mit Trackback die Sekunden vor dem Biss nachvollziehen: Hat er in der Absinkphase genommen? Lag der Köder still? Was war unter dem Boot – Steine, eine Kante, ein Loch?
Tiefe beim Anbiss ermitteln
Beim Vertikalangeln auf Zander entscheidet oft ein einziger Meter. Wer auf 7 m fängt, geht auf 6 oder 8 m leer aus – obwohl auch dort Fischsicheln stehen. Direkt nach dem Biss aufs Echolot zu schauen hilft wenig, weil das Boot inzwischen weitergedriftet ist. Trackback liefert die exakte Tiefe im Moment des Einschlags.
Wegpunkt nachträglich setzen
Du tuckerst über eine interessante Struktur und merkst es zwei Bootslängen später. Statt umzudrehen und die Stelle neu zu suchen, spulst du zurück und setzt den Wegpunkt direkt aus der Historie heraus.
Ansicht nachträglich wechseln
Bei manchen Geräten kannst du die zurückgespulte Stelle in einer anderen Ansicht betrachten – etwa vom 2D-Sonar auf Down Imaging umschalten, um zu klären, ob die Struktur ein Baum oder ein Steinhaufen war.
Was Trackback nicht kann
Zurückgespult wird, was das Gerät aufgezeichnet hat. War eine Ansicht während der Fahrt nicht aktiv, lässt sie sich meist auch nicht nachträglich hervorholen – je nach Gerät und Softwarestand.
Und die Historie ist endlich: Wie weit du zurückspulen kannst, unterscheidet sich je nach Modell deutlich. Für den typischen Fall – ein paar Minuten – reicht es bei allen.
Häufige Fragen zu Trackback
Haben alle Echolote eine Trackback-Funktion?
Die meisten aktuellen Geräte ja, teils unter anderem Namen. Bei sehr einfachen Einsteigermodellen kann sie fehlen – ein Blick ins Datenblatt lohnt.
Kann ich beim Zurückspulen noch Wegpunkte setzen?
Bei vielen Geräten ja. Das ist einer der praktischsten Aspekte der Funktion, weil du damit eine verpasste Stelle nachträglich sicherst.
Fährt das Boot beim Zurückspulen weiter?
Ja. Trackback betrifft nur die Anzeige. Das Echolot zeichnet im Hintergrund normal weiter auf.
Wie weit kann ich zurückspulen?
Das hängt vom Gerät und der Größe des Sonarspeichers ab. Für die typische Anwendung – ein paar Minuten zurück – reicht es bei allen Modellen, die die Funktion haben.
Verwandte Begriffe
- Down Imaging – der Abwärtsscan
- Side Imaging – der Seitenscan
- Switchfire – Darstellungsmodi bei Humminbird
- Head Unit – das Gerät selbst
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