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Durchbruchgeber

Ein Durchbruchgeber (englisch thru-hull) wird durch ein Loch im Bootsrumpf montiert und ragt unten heraus. Er sitzt damit im ungestörtesten Wasserstrom, den ein Boot zu bieten hat – das macht ihn zur ersten Wahl für große Tiefen und hohe Geschwindigkeiten. Der Preis dafür ist ein dauerhafter Eingriff in den Rumpf. Typische Vertreter wie der Airmar B258 arbeiten mit 50/200 kHz und bis zu 1.000 W Leistung.

Warum die Leistung so viel höher ist

Beim Heckspiegelgeber läuft das Wasser bereits über die halbe Rumpflänge, bevor es den Geber erreicht – mit allem, was der Rumpf an Turbulenzen und Luftblasen erzeugt. Der Durchbruchgeber sitzt weiter vorn und tiefer, in laminarer Strömung.

Der Unterschied in Zahlen: Ein Airmar B258 Durchbruchgeber erreicht bei 50 kHz zwischen 441 und 647 m, bei 200 kHz zwischen 206 und 294 m. Ein vergleichbarer Heckspiegelgeber wie der P66 kommt bei 50 kHz auf 353 m. Dazu kommt die höhere Leistung: 1.000 W gegenüber 600 W.

Rumpfwinkel und Anpassblock

Ein Durchbruchgeber muss senkrecht nach unten strahlen. Da die meisten Rümpfe im Bereich des Einbaus schräg verlaufen, braucht es einen Anpassblock (Fairing), der den Winkel ausgleicht.

Der Airmar B258 lässt sich mit Fairing bis zu einem Rumpfquerschnittswinkel von 25° einsetzen. Prüf diesen Wert vor dem Kauf an deiner konkreten Einbaustelle – er entscheidet darüber, ob der Geber überhaupt passt.

Bronze oder Kunststoff

Beim Material gilt eine alte Regel aus dem Bootsbau: Bronze gehört in Glasfaser- und Holzrümpfe, nicht in Aluminium- oder Stahlrümpfe. Bei unterschiedlichen Metallen unter Wasser entsteht Kontaktkorrosion, die im schlimmsten Fall den Rumpf angreift. Für Metallrümpfe gibt es entsprechende Kunststoffausführungen.

Der B258 ist ein Bronzegeber und wiegt 3,6 kg – ein spürbarer Unterschied zu den rund 500 g eines Heckspiegelgebers.

Zum Einbau

Der Einbau bedeutet ein Loch unterhalb der Wasserlinie. Das ist Arbeit, die Erfahrung erfordert: Positionierung, Abdichtung, Anpassblock, gegebenenfalls Verstärkung des Laminats. Bei einem Fehler droht Wassereinbruch.

Wenn du nicht selbst im Bootsbau zu Hause bist, lass diesen Schritt von einer Werft oder einem Fachbetrieb machen. Die Beratung zur Geberauswahl übernehmen wir gern – den Einbau am eigenen Rumpf solltest du niemanden machen lassen, der es zum ersten Mal probiert.

Häufige Fragen zum Durchbruchgeber

Wann lohnt sich ein Durchbruchgeber?

Wenn du regelmäßig in großen Tiefen fischst, schnell fährst und dabei verlässliche Tiefenwerte brauchst, oder wenn dein Rumpf am Heckspiegel keine brauchbare Position hergibt.

Brauche ich immer einen Anpassblock?

Sobald der Rumpf an der Einbaustelle schräg verläuft, ja. Nur bei nahezu flachem Rumpf kann der Geber direkt eingesetzt werden.

Darf ich einen Bronzegeber in ein Aluboot einbauen?

Nein. Bronze in einem Aluminiumrumpf führt zu Kontaktkorrosion. Für Metallrümpfe gibt es Kunststoffausführungen.

Kann ich den Einbau selbst machen?

Nur mit entsprechender Erfahrung. Es handelt sich um ein Loch unterhalb der Wasserlinie – bei fehlerhafter Abdichtung droht Wassereinbruch. Im Zweifel Werft oder Fachbetrieb.

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