Allroundmarin Schlauchboote im Vergleich
Welche Serie passt zu deinem Einsatz? Der große Kaufratgeber 2026
Allroundmarin baut seit über 50 Jahren Schlauchboote – und das Sortiment ist über die Jahre breit geworden. Vom 1,85 m kurzen Tenderboot bis zum 4,48 m langen Acht-Personen-Schiff, vom superleichten Kofferraumboot bis zum vollausgestatteten Raubfisch-Spezialisten ist alles dabei. Genau das macht die Auswahl aber auch unübersichtlich: Viele Serien überschneiden sich in der Länge, unterscheiden sich aber grundlegend in Bauart, Boden und Ausstattung.
Die gute Nachricht: Allroundmarin trennt seine Serien nicht nach Größe, sondern nach Einsatzzweck. Wenn du weißt, wofür du das Boot brauchst, fällt die Wahl leicht. In diesem Ratgeber zeigen wir dir, was jede Serie ausmacht, für wen sie gemacht ist – und am Ende findest du eine interaktive Vergleichstabelle aller aktuellen Modelle, in der du nach Belieben filtern kannst.
Inhaltsverzeichnis
- Das Allroundmarin-Prinzip: Boden & Einsatz statt Größe
- Die Angel-Spezialisten: Scout, Xtream, Predator
- Die großen Touren- & Flaggschiffe: Poker
- Die Fahrspaß-Serie: Dynamic Pro
- Das Flexibilitäts-Konzept: Vario 300 Pro
- Die Freizeit- & Budget-Klasse: Kiwi, Airstar, AS-Budget, Jolly
- Alle Modelle im interaktiven Vergleich
- Fazit: In drei Fragen zum richtigen Boot
1. Das Allroundmarin-Prinzip: Boden & Einsatz statt Größe
Bevor du dich für eine Größe entscheidest, lohnt der Blick auf das wichtigste Unterscheidungsmerkmal: den Boden. Er bestimmt Gewicht, Stabilität, Aufbauzeit und letztlich den Einsatzzweck.
Die vier Bodenkonzepte
- Hochdruck-Luftboden (Air-Deck): Leicht, klein im Packmaß, schnell aufgebaut. Ideal, wenn du das Boot oft alleine transportierst. Etwas weniger steif als Alu. Bei Scout, Xtream und Vario im Programm.
- Aluminiumboden: Maximale Steifigkeit und sicherer Stand – perfekt zum Stehangeln oder bei voller Beladung. Dafür schwerer und mit etwas mehr Aufbauaufwand. Bei Predator, Poker und AS-Budget Standard.
- Faltbarer Holz-/Lattenboden: Der klassische, preisgünstige Kompromiss. Stabil und kompakt zusammenlegbar. Typisch für Kiwi und die kleinen Jolly-Tender.
- V-Hartluftboden mit Kiel: Eine Sonderbauweise für Fahrdynamik – der Dynamic Pro nutzt einen V-förmigen Luftboden mit Trimm-Tabs für GFK-ähnliche Fahreigenschaften bei geringem Gewicht.
Merke dir die Faustregel: Luftboden = leicht & mobil, Aluboden = stabil & standfest. Viele Serien (Scout 300/330, Xtream, Vario, Kiwi) lassen dir sogar die Wahl.
2. Die Angel-Spezialisten: Scout, Xtream & Predator
Drei Serien sind ausdrücklich fürs Angeln entwickelt – aber für sehr unterschiedliche Anglertypen. Die Reihenfolge Scout → Xtream → Predator steht für steigende Robustheit und steigenden Ausstattungsgrad.
Scout – der leichte Allrounder fürs Karpfen- & Welsangeln
Der Scout (183–334 cm) ist die Serie für Angler, die oft alleine ans Wasser fahren und ihr Boot selbst tragen, aufbauen und transportieren wollen. Kennzeichen sind der leichte Hochdruck-Luftboden (das kleine Scout 180 hat sogar einen Carbon-Lattenboden), der Luftkiel und das durchdachte Snagless Concept – eine glatte Bauweise ohne störende Ösen, an denen sich die Angelschnur verfangen könnte. Dazu kommt die integrierte Kescherbefestigung. Das Material ist mit 0,7 mm Decitex Strongan bewusst leicht gehalten.
Für wen? Karpfen- und Welsangler auf kleinen bis mittleren Gewässern, die Wert auf geringes Gewicht und schnellen Aufbau legen. Wer keine fest montierten Rutenhalter braucht, ist hier goldrichtig – Ribports gibt es beim Scout nämlich nicht.
Xtream – der große Bruder für raue, große Gewässer
Der Xtream (207–333 cm) teilt die Angel-Philosophie des Scout – Snagless Concept, Luftkiel – ist aber für den Extremangler auf großen, windanfälligen Gewässern gebaut. Die Unterschiede: ein stärkeres 0,9 mm-Material, ein markant hochgezogener Bug für mehr Sicherheit bei Wellengang, und ab dem 265er die Wahl zwischen Luft- und Aluboden. Das Topmodell Xtream 335 bringt zusätzlich acht Edelstahl-Zurrösen (D-Ringe) mit.
Für wen? Wer dieselbe durchdachte Angel-Bauweise wie beim Scout will, aber auf großen Seen, Talsperren oder im Küstenbereich unterwegs ist und mehr Robustheit braucht.
Predator – das „ready-to-fish“ Raubfisch-Boot
Der Predator (255–319 cm) ist die Premium-Serie für ambitionierte Raubfischangler auf Wels, Hecht und Zander. Hier steckt die Technik-Bereitschaft schon ab Werk drin: vier originale Railblaza Starports für Echolot und Rutenhalter, integrierte D-Ringe und Ösen für eine Bugmotorplattform. Der feste Aluboden bietet den sicheren Stand fürs Vertikal- und Spinnfischen, der geringe Tiefgang erschließt flache Hotspots, und der zurückgesetzte Spiegel vergrößert den Innenraum (bis zu 1 m Innenbreite beim 430er).
Für wen? Aktive Raubfischangler, die Echolot, Rutenhalter und eventuell einen Bugmotor fahren wollen und ein sofort einsatzbereites, robustes Boot ohne Nachrüsten suchen.
3. Die großen Touren- & Flaggschiffe: Poker
Die Poker-Serie (379–448 cm) ist Allroundmarins Flaggschiff – die größten und tragfähigsten Boote im Programm, für 5 bis 8 Personen und schwere Ausrüstung. Gemeinsam haben alle Poker den zerlegbaren Aluboden, den aufblasbaren V-Kiel und die großvolumigen Schläuche. Wichtig zu wissen: Poker ist kein einzelnes Modell, sondern drei Linien:
- Poker (Angler): Die klassische Angelversion. Grüne Modelle bringen Ribports und Bug-Montageösen für einen Minn-Kota-Bugmotor mit.
- Poker Heavy Duty (HD): Das Arbeitsboot für Feuerwehr, Rettung und Tauchsport – mit besonders dicken 45- bis 53-cm-Schläuchen, Süllrand und zusätzlichen Haltegriffen.
- Poker Ultra: Die modernisierte Generation (2025/26) mit ab Werk verbauten Railblaza-Halterungen und Bug-Klampe.
Für wen? Familien, Tourenfahrer und Angler, die viel Platz, hohe Zuladung und die Möglichkeit zu starker Motorisierung (bis 30 PS) brauchen.
4. Die Fahrspaß-Serie: Dynamic Pro
Der Dynamic Pro (257–376 cm) ist der Exot im Sortiment – und der einzige, bei dem es nicht ums Angeln, sondern um Fahrdynamik geht. Das Geheimnis ist der V-förmige Hartluftboden mit integrierten Trimm-Tabs, der mit 0,8 bar befüllt wird. In Kombination mit der „Haifischhaut“ auf der Gleitfläche der größeren Modelle ergibt das Fahreigenschaften, die einem festen GFK-Rumpf nahekommen – bei einem Bruchteil des Gewichts. Das Topmodell 370 bringt ab Werk Railblaza-Halter und eine verklebte Ankerrolle mit.
Für wen? Wassersportler, die Wert auf schnelles, sportliches Gleiten und enge Kurven legen, und denen ein leichtes, aber dynamisches Boot wichtiger ist als eine Angel-Spezialausstattung.
5. Das Flexibilitäts-Konzept: Vario 300 Pro
Der Vario 300 Pro steht für ein eigenes Konzept: ein Boot, freie Bodenwahl. Du entscheidest beim Kauf, ob du den leichten Hochdruck-Luftboden oder den stabilen Aluboden möchtest – je nach Einsatz. Dazu kommen durchdachte Angel-Features: Carbon-Sitzbretter, das Snagless-Prinzip mit Softgriffen statt Ösen, eine 20 cm breite umlaufende Scheuerleiste und ein zurückgesetzter Spiegel, der die Innenlänge auf 2,17 m streckt.
Für wen? Karpfen- und Welsangler, die sich nicht von vornherein auf ein Bodenkonzept festlegen wollen und ein durchdachtes, kompromisslos angeloptimiertes Boot in der 3-Meter-Klasse suchen.
6. Die Freizeit- & Budget-Klasse: Kiwi, Airstar, AS-Budget & Jolly
Nicht jeder braucht ein Spezialboot. Für Freizeit, Urlaub, Hobbyangeln oder als Beiboot gibt es die preisbewusste Schiene – jede mit einem eigenen Schwerpunkt.
Kiwi – der preisgünstige Allrounder
Der Kiwi (249–318 cm) ist die preiswerte Vielzweck-Serie mit faltbarem Holzboden, aufblasbarem V-Kiel und Anker-/Leinenführung am Bug (außer beim 260er). Optional gibt es für alle Modelle einen Luftboden. Für wen? Freizeitfahrer und Hobbyangler mit Budget-Fokus.
Hinweis: Das Kiwi 249 hat aufgrund der Länge unter 2,50 m kein CE-Zertifikat – eine Bootsanmeldung ist damit nicht möglich.
Airstar – blitzschnell aufgebaut
Der Airstar (202–317 cm) setzt auf einen flachen Hartluftboden in Drop-Stitch-Bauweise – ähnlich einem SUP. Kein schweres Bodenteil, in Minuten aufgebaut. Die größeren Modelle (300/320) haben zusätzlich einen Luftkiel. Für wen? Badeausflug, Urlaub, Beiboot – alle, die maximale Mobilität und schnellen Aufbau wollen.
AS-Budget / AS-Samba – der Aluboden-Klassiker
Die AS-Budget-Reihe (298–318 cm) ist der direkte Vorgänger der Poker-Serie: großvolumige Schläuche, zusammenlegbarer Aluboden mit seitlichen Versteifungen, V-Kiel. Für wen? Wer ein solides, stabiles Aluboden-Boot zum attraktiven Preis sucht.
Jolly Carbon 180 – das Tenderboot
Das Jolly Carbon 180 (185 cm) ist ein leichtes Tenderboot mit Carbon-Lattenboden – ideal als Beiboot fürs Mutterschiff oder als kompaktes Angelboot. Schnell auf- und abgebaut, platzsparend verstaut. Für wen? Segler und Motorbootfahrer, die ein leichtes Beiboot brauchen.
7. Alle Modelle im interaktiven Vergleich
In der folgenden Tabelle findest du alle aktuellen Allroundmarin-Schlauchboote mit ihren technischen Daten und der kompletten Ausstattung. Du kannst nach Serie filtern und einzelne Spalten ein- und ausblenden, um genau die Werte zu vergleichen, die dich interessieren. Jeder Modellname ist mit der jeweiligen Produktseite verlinkt.
Alle Allroundmarin-Schlauchboote im direkten Vergleich. Filtere nach Serie, Einsatzzweck, Farbe, Bodentyp, Länge, Gewicht und Motorleistung – die Preise sind tagesaktuell. Die Spalte Fläche pro Euro zeigt dir auf einen Blick, welches Boot am meisten nutzbaren Innenraum fürs Geld bietet.
Was bedeutet „Fläche pro Euro“?
Dieser Wert zeigt, wie viel nutzbare Innenfläche du pro ausgegebenem Euro bekommst – ein einfacher Anhaltspunkt fürs Preis-Leistungs-Verhältnis. Wir berechnen die nutzbare Innenfläche (Innenlänge × Innenbreite) und setzen sie ins Verhältnis zum aktuellen Preis. Alle Boote werden dann auf einer Skala von 0 bis 100 eingeordnet: Das Boot mit der meisten Fläche pro Euro erreicht 100, die anderen entsprechend weniger. Ein höherer Wert heißt also: mehr Platz fürs Geld.
Hinweis: Bei einigen wenigen Booten liegen keine Innenmaße vor – dort bleibt der Wert leer. Der Wert ersetzt keine Beratung, sondern hilft nur beim schnellen Vergleich.
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8. Fazit: In drei Fragen zum richtigen Boot
Wenn du dir bei der Auswahl unsicher bist, beantworte einfach diese drei Fragen der Reihe nach:
- Wofür nutze ich das Boot? Angeln → Scout/Xtream/Predator/Vario. Touren mit vielen Personen → Poker. Sportliches Fahren → Dynamic Pro. Freizeit/Urlaub → Kiwi/Airstar. Beiboot → Jolly.
- Wie transportiere und baue ich es auf? Oft alleine & schnell → Luftboden (Scout, Xtream, Airstar). Stabiler Stand wichtiger als Gewicht → Aluboden (Predator, Poker).
- Welche Technik will ich fahren? Echolot, Rutenhalter, Bugmotor ab Werk → Predator oder Poker (grün). Pures, leichtes Angelboot ohne Anbauten → Scout.
Du bist dir immer noch nicht sicher? Unser Team berät dich gerne persönlich – melde dich einfach, und wir finden gemeinsam das passende Boot für deinen Einsatz.












