Pelagisch mit dem Angelkajak – Adrenalin pur im Freiwasser

Pelagisch mit dem Angelkajak – Adrenalin pur im Freiwasser

Inhaltsverzeichnis

Zuletzt aktualisiert: Juli 2026

Pelagisch bedeutet: im Freiwasser lebend – in der Wassersäule zwischen Gewässergrund und Oberfläche. Das pelagische Angeln ist eine ursprünglich aus Schweden stammende Angelmethode, bei der Raubfische wie Zander, Hecht und Barsch gezielt im Freiwasser befischt werden. Im Zentrum steht das Echolot: Du suchst die Räuber mit dem Fischfinder, präsentierst den Köder direkt vor ihrer Nase und verfolgst Jagd und Biss live auf dem Display – das macht den besonderen Adrenalinfaktor dieser Methode aus.

Beim pelagischen Angeln werden Raubfische, die im Freiwasser leben, ganz gezielt befischt. Der Vorteil dieser oft nervenaufreibenden Angelmethode: Beim pelagischen Angeln sind die Durchschnittsgrößen ganz erheblich! Kein Wunder, zieht es doch nur die größten Exemplare ins Freiwasser, denn diese Alpha-Fische haben keine natürlichen Fressfeinde mehr und brauchen sich nicht verstecken.

Was bedeutet pelagisches Angeln?

Traditionell werden Zander und andere Raubfische nahe oder direkt am Grund beangelt. In Schweden jedoch hat man eine Technik entwickelt, mit der man die besonders großen Exemplare fängt. Beim pelagischen Angeln werden die Räuber gezielt im Mittelwasser des Freiwassers befischt. Pelagisch heißt so viel wie schwimmend oder schwebend.

Für das pelagische Fischen ist neben der richtigen Angelausrüstung auch ein Echolot unverzichtbar. Mit dem 2D-Sonar werden die Fische gefunden, um ihnen dann zielgenau den Köder vor der Nase zu präsentieren. Das Pelagen braucht einiges an Übung und Erfahrung, dann lassen sich damit aber kapitale Fänge realisieren.

Unter pelagischem Angeln versteht man also das Angeln mit Echolot, wobei der Fischfinder nicht nur dazu dient die Räuber zu suchen und zu finden. Vielmehr werden die gesichteten Fische über das Echolot auch gefangen, weil die Köderführung und der Anbiss darüber verfolgt werden.

So funktioniert pelagisches Angeln mit dem Echolot

Das Vorgehen ist dabei immer gleich: Zunächst wird mit dem Echolot im 2D-Sonar nach freistehenden Fischsicheln gesucht. Das sind in der Regel große Raubfische. Wenn in der Nähe noch ein Futterfischschwarm ist – umso besser.

Anschließend wird mit überbleiten Jigs der Fisch direkt angeangelt. Auch hier erfolgt die Kontrolle mittels Fischfinder. Etwa ein bis zwei Meter vor dem Fisch wird aufgestoppt und die Reaktion abgewartet. Anschließend wird eine leichte Köderaktion (Vibrieren, Jiggen mit kleiner Amplitude, etc.) eingesetzt, um den Fisch zu provozieren.

Angelkajaks sind perfekt für pelagisches Angeln

Warum das Pelagen mit dem Angelkajak so gut gelingt, ist schnell erklärt. Kajaks sind klein, schnell und wendig. Mit ihnen kann der Angler in Sekundenschnelle perfekt auf Bewegungen des Fisches reagieren. Vor allem aber machen sie keine Geräusche im Vergleich zu Aluminiumbooten und Außenbordern, produzieren keine elektrischen Felder wie Elektro-Außenborder oder Angelboote aus Aluminium und werfen lediglich einen minimalen Schatten. Dennoch: Auch vom Angelkajak ist das pelagische Fischen häufig eine zähe Fischerei – die großen Freiwasserräuber sind schließlich nicht von ungefähr so groß und alt geworden.

Doch es kann auch anders gehen! Es gibt Tage an denen die Fische bereits durchstarten, wenn der Köder erst 1-2 Meter unter Wasser ist. Als hätten sie einen Feststoffbooster im Hintern rasen die Räuber dann nach oben zum Köder. Die Einschläge sind brachial und da man alles live auf dem Echolot mitbekommt ist diese Art der Fischerei in Punkto Adrenalinfaktor kaum zu toppen.

Pelagisch mit dem Angelkajak - Kajaks sind perfekt für diese Angelei

So kann es gehen wenn man mit dem Angelkajak pelagisch fischt: Der klassiche Fehlbiss 🙂 Eine einzelne große Sichel wird identifiziert, der Köder wird schnell und überbleibt herabgelassen. In unserem Beispiel herrschte starker Seitenwind weshalb der Köder in der Absinkphase leicht außerhalb des Sendekegels ist. Es folgt die vehemente Reaktion des Raubfisches – erkennbar an dem Durcheinander auf dem Echolot. Fehlbiss! Der Fisch hat das Weite gesucht. Es bleibt das Signal des Köders. Letzte Verzweiflungstat: Den Köder etwas abzulassen in der Hoffnung der Fische würde noch einmal zurück in die ursprüngliche Tiefe kommen.

pelagen mit dem Angelkajak

Hier passt alles: Der Fisch steigt zum Köder auf und holt sich die Fahrkarte nach oben ab! Deutlich ist der Biss anhand der Störsignale zu erkennen. Das Side Imaging Bild auf der rechten Bildschirmhälfte wird häufig eingesetzt, um die Orientierung zu bewahren, wenn ein Fisch nach Links oder Rechts abhaut bevor der Biss kommt. Dann hat man zumindest die grobe Fluchtrichtung und kann den Fisch verfolgen, um ihn erneut präzise anzufahren. Ohne moderen Echolottechnik ein absolut unmögliches Unerfangen.

Pelagisches Angeln sorgt für mächtig Adrenalin

Aber es kann auch anders gehen! Es gibt Tage, an denen die Fische bereits durchstarten, wenn der Köder erst ein bis zwei Meter unter Wasser ist. Als hätten sie einen Feststoffbooster im Hintern, rasen die Räuber nach oben zum Köder. Die Einschläge sind brachial und da man alles live auf dem Echolot mitbekommt, ist diese Art der Fischerei in Punkto Adrenalinfaktor kaum zu toppen.

Sicher wird es für euch von Interesse sein, mit welchem Echolot Achraf diese tollen Echolotbilder produzierte und am Ende einen schönen Hecht von seinem Angelkajak aus überlisten konnte: Humminbird Helix 7 SI GPS. Ach ja – den Fisch zu der zuvor erwähnten Fahrkarte nach oben wollen wir euch natürlich auch nicht vorenthalten:

Pelagisch mit dem Angelkajak

Fett oder? Wenn es beim Pelagen mit dem Angelkajak läuft, dann in der Regel so richtig gut!

Angelkajak und Echolot - die perfekte Kombination

Und weil es so schön ist hier noch einmal direkt nach der Handlandung – Petri!

 

P.S.: Zeigt Verantwortung und fischt gewissenhaft!

Gerade bei Zandern kann es durch den fehlenden Druckausgleich bereits ab zehn Metern Wassertiefe zu tödlichen Verletzungen kommen. Wir wissen wie schwer es ist einer richtig guten Sichel in 15 Metern Wassertiefe zu widerstehen. Deshalb gilt: Wer das nicht im Griff hat (und ja die Mehrheit hat das nicht, also fühle dich im Zweifel bitte angesprochen), der stellt sein Echolot so ein, dass der Bereich unterhalb von zehn bis zwölf Metern einfach gar nicht erst angezeigt wird. Was der Angler nicht weiß, das macht den Angler nicht heiß! Es ist für alle besser so – glaub uns und unseren Experten.

Eine tolle Auswahl an Echoloten für das pelagische Angeln findest du in unserem Shop. Kontaktiere uns gerne, wenn du Fragen hast.

Häufige Fragen zum pelagischen Angeln (FAQ)

Pelagisch heißt: im Freiwasser lebend – in der Wassersäule zwischen Gewässergrund und Oberfläche. Pelagische Fische halten sich weder am Grund noch am Ufer auf. Beim pelagischen Angeln werden genau diese Freiwasser-Räuber gezielt mit dem Echolot gesucht und befischt.

Der klassische Zielfisch ist der Zander – gerade große Exemplare stehen oft im Freiwasser. Daneben lassen sich auch Hecht und Barsch pelagisch beangeln, in tiefen Gewässern zudem Welse, die der Beute in die Wassersäule folgen.

Bewährt sind große Gummifische – vor allem Shads mit Paddeltail – am Jigkopf, außerdem klassische Vertikalköder. Der Köder wird nicht geworfen, sondern senkrecht unter dem Boot in der Tiefe der Fische angeboten und verführerisch auf der Stelle geführt.

Im offenen Freiwasser muss ein Köder auf Distanz wahrnehmbar sein – ein großer Gummifisch erzeugt mehr Druckwellen und ist besser sichtbar. Außerdem selektieren große Freiwasser-Räuber gezielt größere Beute, und auf dem Echolot lässt sich ein großer Köder deutlich leichter erkennen.

Ja – richte die Farbe nach Sichttiefe und Licht: In trübem Wasser und großer Tiefe funktionieren auffällige Farben wie Weiß oder Chartreuse, in klarem Wasser eher natürliche Dekore. Entscheidender als die Farbe bleibt aber die richtige Tiefe und Köderführung.

Eine kurze, straffe Vertikalrute mit sensibler Spitze ist ideal: Du führst den Köder direkt unter der Rutenspitze und musst jeden Zupfer sehen und spüren. Lange Wurfruten sind unnötig – geworfen wird beim pelagischen Angeln nicht.

Beim gezielten Hechtangeln ja – Stahl- oder Titanvorfach schützt vor den scharfen Hechtzähnen. Reine Zanderangler setzen häufig auf Fluorocarbon. In Gewässern mit gutem Hechtbestand gehst du mit einem dünnen Stahl- oder Titanvorfach auf Nummer sicher.

Ohne Echolot geht pelagisch nichts – du musst die Fische in der Wassersäule finden und deinen Köder dazu sehen. Besonders leicht machen es Live-Sonar-Systeme wie Garmin LiveScope, Humminbird MEGA Live oder Lowrance ActiveTarget. Passende Geräte findest du in unserer Echolot-Übersicht.

Fragen zum pelagischen Angeln auf Zander, Hecht und Barsch?

Wir sind für Dich da

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