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i-Pilot

i-Pilot ist das GPS-Navigationssystem von Minn Kota für Elektro-Bugmotoren. Es übernimmt Steuerung und Geschwindigkeit, hält per Spot-Lock die Position und kann gefahrene Strecken aufzeichnen und wieder abfahren – bedient über eine Fernbedienung. i-Pilot LINK ist die Ausbaustufe davon: Sie verbindet den Motor zusätzlich mit einem kompatiblen Humminbird-Echolot, sodass du ihn direkt über die Seekarte auf dem Echolotbildschirm steuerst. Beide Systeme sind ausgelaufen: Minn Kota hat sie bis zum Modelljahr 2023 verbaut, danach folgte Advanced GPS.

Der Unterschied auf einen Blick

i-Pilot i-Pilot LINK
Bedienung Fernbedienung Fernbedienung und Humminbird-Echolot
Fernbedienung klein, schwarz-weiß Farb-Touchscreen
Spot-Lock ja ja
Tempomat über Grund ja ja
Strecken aufzeichnen und abfahren ja ja
Ziel auf der Seekarte antippen nein ja
Tiefenlinie automatisch abfahren nein ja (Follow the Contour)
Abstand zur Kante vorgeben nein ja (Contour Offset)
Echolot nötig nein ja, kompatibles Humminbird

Die Kurzfassung: Alles, was i-Pilot kann, kann i-Pilot LINK auch. LINK legt die Kartennavigation obendrauf – und setzt dafür ein passendes Humminbird-Echolot voraus.

Was i-Pilot kann

Spot-Lock – der GPS-Anker

Ein Knopfdruck, und der Motor hält das Boot per GPS auf der Stelle. Wind und Strömung werden automatisch ausgeglichen, ohne dass du steuerst. Mehrere Spots lassen sich speichern und auf Knopfdruck wieder anfahren – praktisch, wenn du die Fahrtzeit zum Umbauen des Köders nutzen willst.

Spot-Lock ist für die meisten der eigentliche Kaufgrund. Es ersetzt den Anker, funktioniert in jeder Tiefe und verwirbelt nichts am Grund.

Tempomat

Du gibst eine Geschwindigkeit vor – und zwar die echte GPS-Geschwindigkeit über Grund, nicht die Propellerdrehzahl. Der Elektromotor regelt bei Gegenwind oder Strömung selbstständig nach. Beim Vertikalangeln und beim Schleppen macht das den Unterschied zwischen konstanter Köderführung und Raterei.

Strecken aufzeichnen

Eine gefahrene Strecke wird gespeichert – bei Minn Kota heißt das iTracks – und lässt sich später automatisch wieder abfahren, in beide Richtungen und mit frei wählbarem Tempo. Wer eine produktive Kante gefunden hat, fährt sie so beliebig oft identisch ab.

AutoPilot

Hält einen einmal eingestellten Kurs, unabhängig von Seitenwind. Mehr dazu im Eintrag AutoPilot.

Welche Minn Kota Motoren haben i-Pilot?

Für die Bluetooth-Generation nennt Minn Kota diese Modelljahre:

Motor i-Pilot i-Pilot LINK
Terrova und Riptide Terrova 2017–2023 2017–2023
PowerDrive und Riptide PowerDrive 2017–2023 –
Ultrex 2016–2023 2016–2023
Ulterra und Riptide Ulterra 2015–2023 2015–2023

Bei diesen Motoren steht das System meist direkt im Produktnamen, etwa „Terrova 55 BT i-Pilot“. Wenn du nicht weißt, welches Baujahr dein Motor hat, hilft die Seriennummer – oder eine kurze Frage bei uns.

Kann ich meinen Minn Kota mit einem Humminbird-Echolot verbinden?

Ja – genau das macht i-Pilot LINK. Beide Marken gehören zum selben Konzern, entsprechend eng ist die Verzahnung.

Ist die Verbindung hergestellt, wird das Echolot zur Kommandozentrale. Du siehst deine Karte, tippst einen Punkt an – und der Motor fährt hin oder hält dort. Die interessantesten Funktionen sind die, die es ohne Kartendaten gar nicht geben könnte:

  • Follow the Contour: Der Motor fährt eine Tiefenlinie auf der Seekarte automatisch ab – auch auf einer selbst erstellten AutoChart-Karte. Ideal, wenn du weißt, auf welcher Tiefe die Zander stehen.
  • Contour Offset: Dasselbe mit frei wählbarem Abstand. Das Boot fährt in exakter Wurfdistanz an der Abbruchkante entlang, während ihr sie abwerft.
  • Routen: Mehrere Spot-Locks oder Wegpunkte zu einer Route verbinden – etwa spiralförmig einen Barschberg hinauf oder pendelnd zwischen zwei Tiefenlinien.
  • Go To und Backtrack: Gespeicherte Ziele automatisch anfahren oder den gefahrenen Weg zurückverfolgen.

Für die Motoren der Modelljahre 2017 bis 2023 nennt Humminbird diese Echolote als kompatibel: HELIX G2N, G3N und G4N, SOLIX, APEX, XPLORE sowie die neuen A- und X-Serie. HELIX-Geräte brauchen dafür den Adapter AS EC QDE, der oft beim Motor beiliegt.

Wichtig: i-Pilot LINK funktioniert nur mit Humminbird. Ein Lowrance- oder Garmin-Echolot lässt sich damit nicht koppeln.

Was nach i-Pilot kam

Ab dem Modelljahr 2023 führt Minn Kota die Navigation unter dem Namen Advanced GPS. Laut Hersteller enthält es alle Funktionen von i-Pilot und i-Pilot LINK und bringt neue dazu, etwa einen Driftmodus. Fernbedienung und Echolot-Steuerung sind dabei in einem System zusammengefasst – die Trennung in i-Pilot und i-Pilot LINK gibt es nicht mehr.

Mit dem Programm 2027 hat Minn Kota den nächsten Schritt gemacht: Die neuen Bugmotoren haben Dual-Band-GPS, laut Minn Kota 50 % präziser als das bisherige Advanced GPS. Die aktuellen Motoren findest du unter Minn Kota Bugmotoren mit GPS.

Ich habe einen Motor mit i-Pilot – was jetzt?

Dein Motor bleibt voll nutzbar. Für Besitzer sind vor allem drei Dinge wichtig:

  • Fernbedienung: Ersatz-Fernbedienungen für i-Pilot und i-Pilot LINK mit Bluetooth findest du bei den Minn Kota Fernbedienungen.
  • Ersatzteile und Werkstatt: Teile bekommst du über unsere Minn Kota Ersatzteile. Wir haben eine eigene Werkstatt und reparieren auch ältere Motoren.
  • Störungen: Wenn die Fernbedienung nicht koppelt oder Spot-Lock nicht hält, hilft das i-Pilot Troubleshooting.

Ein älteres System auf die aktuelle Generation umzurüsten, ist keine Option: Dual-Band-GPS lässt sich laut Minn Kota nicht nachrüsten. Ob sich für deinen Motor eine Reparatur oder ein neuer Motor mehr lohnt, rechnen wir gern mit dir durch – sag uns, welchen Motor du hast.

Häufige Fragen zu i-Pilot

Was ist der Unterschied zwischen i-Pilot und i-Pilot LINK?

i-Pilot steuert den Motor über eine Fernbedienung. i-Pilot LINK verbindet ihn zusätzlich mit einem kompatiblen Humminbird-Echolot, sodass du Ziele direkt auf der Seekarte antippen und Tiefenlinien automatisch abfahren kannst.

Wird i-Pilot noch gebaut?

Nein. Minn Kota hat i-Pilot und i-Pilot LINK bis zum Modelljahr 2023 verbaut. Danach folgte Advanced GPS, das alle Funktionen beider Systeme enthält. Die Motoren des Programms 2027 haben Dual-Band-GPS.

Welche Humminbird-Echolote funktionieren mit i-Pilot LINK?

Bei Motoren der Modelljahre 2017 bis 2023 nennt Humminbird HELIX G2N, G3N und G4N, SOLIX, APEX, XPLORE sowie die A- und X-Serie. HELIX-Geräte brauchen den Adapter AS EC QDE. Lowrance- und Garmin-Echolote funktionieren nicht.

Brauche ich für Spot-Lock i-Pilot LINK?

Nein. Spot-Lock ist bereits im normalen i-Pilot enthalten. LINK erweitert um die Kartennavigation.

Gibt es noch Ersatz-Fernbedienungen für i-Pilot?

Ja. Ersatz-Fernbedienungen für i-Pilot und i-Pilot LINK mit Bluetooth sind weiterhin erhältlich, ebenso Ersatzteile für die Motoren. Welche Fernbedienung zu deinem Motor passt, klären wir gern mit dir.

Verwandte Begriffe

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